Siegendorf lässt Jennersdorf absteigen und kratzt am Klassenerhalt
Burgenlandliga
Fünf Runden vor Schluss steht fest, dass Jennersdorf zwei Jahre nach dem Aufstieg wieder Abschied nehmen muss aus der Burgenlandliga. Siegendorf darf weiter auf den Klassenerhalt hoffen.
Die Siegendorfer freuten sich über das klare 3:0 gegen Jennersdorf
© Günther Pavlovics
Siegendorf - Jennersdorf 3:0.Nach zwei Jahren ist das Abenteuer Burgenlandliga für Jennersdorf wieder vorbei. Fünf Runden vor Schluss stehen die Südburgenländer als Absteiger fest, nach einem 0:3 am Sonntag in Siegendorf. Die Siegendorfer hingegen sind mitten drin im Hauen und Stechen gegen die restlichen beiden Abstiegsplätze. „Was soll ich sagen. Wir punkten und punkten und stehen noch immer auf einem Abstiegsplatz", sagte Dominik Wydra, der Spielertrainer der Siegendorfer. Nur vier Vereine haben in der Rückrunde mehr als 16 Punkte geholt.
Wydra hat nun offensichtlich das System gefunden, das am besten zu seinem Kader passt und hat nun auch genug fitte Spieler, um die Balance auch nach dem Wechseln halten zu können. Und er hatte gegen Jennersdorf mit Lukas Grozurek einen Spieler, der den Unterschied ausmachen kann und dies auch tat. Der 34-jährige ehemalige Bundesligaspieler konnte von den Jennersdorfern nie unter Kontrolle gebracht werden. Allerdings warteten die Siegendorfer mit einer Neuerung im Tor auf, Christoph Kruiss stand für den angeschlagenen Jakub Krepelka zwischen den Pfosten.
© Günther Pavlovics
Vorerst aber standen Wydra und sein Co-Spielertrainer Jakov Josic im Mittelpunkt. Wydra übernahm einen Eckball an der Strafraumgrenze volley, der Ball knallte an die Latte, konnte danach nicht geklärt werden und landete an der Hand eines Jennersdorfers. Josic verwertete den Elfer zur frühen Führung. Damit fiel bei einigen Spielern etwas Druck von den Schultern, denn ein Sieg gegen den Absteiger war Pflicht, um dem Klassenerhalt näher zu kommen. „Und solche Siege sind die schwersten", sagte Wydra.
Das Sternderl hält Siegendorf unterm Strich

© Günther Pavlovics
Jennersdorf wurde etwas druckvoller, aber nur selten gefährlich, allerdings war der Aushilfstormann ein sicherer Rückhalt. Und vorne machte Grozurek den Unterschied. Noch vor der Pause ging er druckvoll zur Mitte, legte Lukas Dostal auf, der das 2:0 erzielte. Nach Seitenwechsel nahm sich Grozurek den Ball in der eigenen Hälfte auf der linke Seite, rannte übers halbe Spielfeld und gab diesmal Keigo Uchida den Assist. Mit dem 3:0 war die Partie entschieden und der Jennersdorfer Abschied besiegelt.
Siegendorf ist noch 14. und damit auf einem Abstiegsplatz, weil man ein Sternderl hat, weil ein Spiel auf dem grünen Tisch verloren worden ist. Wydra: „Jetzt sind wir wenigstens gleichauf mit Klingenbach und haben nur einen Punkt Rückstand zu St. Margarethen." Allerdings ist der nächste Gegner der Fast-Meister. Wenn Leithaprodersdorf am Freitag nicht gegen Deutschkreutz gewinnt, kann Mattersburg gleichzeitig im Pappelstadion gegen Siegendorf den Aufstieg fixieren.
Statistik
Siegendorf - Jennersdorf 3:0 (2:0).
1:0 (14., Elfer) Josic, 2:0 (40.) Lukas Dostal, 3:0 (65.) Uchida.
SR: Ziermann, 260.
Siegendorf: Kruiss; Keinz (HZ. Luhn), Wydra, Bamba (72. Ladanyi), Bedics; Josic; Lukas Dostal (72. Ruf), Marko (72. Cuhadar), Uchida, Shimooka (62. Andreas Dostal); Grozurek.
Jennersdorf: Matzer-Tschandl; Almiznazi (HZ. Luka Laci), Ignjic, Wagner, Dunkl; Resch, Ziga Laci, Halb; Boandl (62. Mrazek), Marchenko; Wien (79. Christoph Schulter).
Reserve: 3:2 (Kabwe, Cuhadar, Terdy; Cetin, Mihellyes).