St. Margarethen kann daheim nicht gewinnen - 1:1 gegen Eberau
Burgenlandliga
Der Aufsteiger setzte auf ein striktes Defensivkonzept, das lange Zeit aufgegangen ist. Nach einem frühen Konter-Treffer kassierte man erst im Finish den Ausgleich.
Mark Mesko setzte sich gegen Igor Bosnjak durch und erzielte das 1:0 für Eberau
© Günther Pavlovics
St. Margarethen - Eberau 1:1. St. Margarethen hat noch kein Spiel verloren, aber erst vier Punkte auf dem Konto. Gegen Eberau gab es die vierte Punktlandung in dieser Saison. Nach dieser stapfte Trainer Franz Lederer sofort in die Kabine und setzte sich gleich einmal ins Auto. Er war verärgert über die Leistung gegen den Aufsteiger. Der machte, was ein Underdog so macht, er igelte sich ein mit einer Fünferkette und drei Mittelfeldspieler, die vor allem nach hinten arbeiteten. Vorne waren Jan Balogh und Mark Mesko allein auf weiter Flur. Vor allem der bullige Ungar Mesko, vor dem der Trainer ohnehin gewarnt hatte, stellte St. Margarethens Defensive auf die Probe.
Nach einem Fehler im Spielaufbau von St. Margarethen schaltete Eberau schnell um. Igor Bosnjak verzichtete auf ein Laufduell mit Mesko, störte ihn nicht einmal und vertraute auf seinen Tormann. Doch Michael Wenzl konnte Mesko nicht erreichen, der dann den Ball an ihm vorbei ins Tor zur frühen Führung schob (13.). Und nur eine Minute später durfte Mesko aus 16 Meter abziehen, doch diesmal hatte Wenzl die Finger am Ball.
St. Margarethen fehlten die Ideen gegen Eberaus Defensive
St. Margarethen wirkte hilflos im Kampf gegen die rote Mauer, gegen elf Eberauer, die sich munter verteidigten. Die Mauer hätte früh bröckeln können, doch Mario Wenzl scheiterte an Tormann Sebastian Kracher (6.). „Wir haben es selbst vergeigt“, sagte Funktionär Philipp Koller. „Mit dem Führungstreffer haben sie dann ihren Plan noch leichter umsetzen können.“
Nach dem 0:1 waren die Angriffe der erfahrenen St. Margarethner Truppe aber schlichtweg harmlos und ideenlos, Eberau wirkte in den Kontern oft gefährlicher. Auf jeden Fall geschah nicht mehr viel. Auch in Hälfte zwei änderte sich das Bild nicht wesentlich. Trainer Franz Lederer brachte dann Ahmed El-Baali und Milos Jovanovic, die er aus der Startelf gegen Halbturn vor einer Woche heraus rotiert hatte. Jovanovic, der unter der Woche krankheitsbedingt im Training gefehlt hat, war es auch, der sich ein Herz nahm und mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze den Ausgleich erzielte (81.).
St. Margarethen gewann 2025 erst einmal daheim
Die Kräfte der Eberauer waren geschwunden, doch sie retteten den Punkt noch gegen wütende Angriffe von St. Margarethen. Dort war der Frust bei den Fans groß. Immerhin 400 waren am ungewohnten Sonntag gekommen, weil man den „Grea Gigs“ ausgewichen ist, die aber am Samstag wegen Schlechtwetters verschoben wurden. Unterm Strich bleibt aber, dass die Fans im Kalenderjahr 2025 nur einen Heimsieg feiern durften, Anfang Juni gegen Absteiger Draßburg.
Statistik
SV Sankt Margarethen - Eberau 1:1 (0:1).-
Torfolge: 0:1 (13.) Mesko, 1:1 (81.) Jovanovic.
Reserve: 3:0 (Schindler 2, Jäger).
SR: Karadag. - Greabochstadion, 400.
Sankt Margarethen:Michael Wenzl; Fortunits, Jusits, Kucher, Philipp Wenzl (57. El-Baali); Bosnjak (86. Lukas Laky); Mario Wenzl (80. Dörfler), Weixelbaum (57. Jovanovic), Grvala, Fönyedi; Csomos.
Eberau: Kracher; Hafner (74. Stumpf), Draxler, Skerlak, Bardics, Pataki; Bock (66. Stampfel), Pomper, Hanzl; Balogh (66. Urbauer), Mesko.