Taktik statt Tore beim Gipfeltreffen zwischen dem MSV und Parndorf

BURGENLANDLIGA

Mehr als 2000 Zuseher pilgerten zum Spitzenspiel ins Pappelstadion. Tore und Sieger sah die tolle Kulisse am Ende keinen. Damit bleibt Parndorf drei Punkte vor Mattersburg.

Taktik statt Tore beim Gipfeltreffen zwischen dem MSV und Parndorf

© Martin Ivansich

MSV - Parndorf 0:0.Die Gäste starteten aktiver ins Spiel, hatten in den ersten zehn Minuten mehr Ballbesitz und eine gute Torszene. Simon Buliga schoss nach acht Minuten ins Außennetz. Der MSV wurde danach auch offensiver, hatte seine erste Gelegenheit nach einer knappen Viertelstunde. Philipp Schmiedl versucht es aus 15 Metern, sein Versuch ging abgefälscht drüber. In Minute 25 kam MSV-Verteidiger Tobias Stöger nach einer Ecke von Lukas Secco hauchdünn zu spät. Im Gegenzug hatte Parndorf die beste Chance des Spiels.

Lukas Grozurek scheiterte aus kurzer Distanz zweimal an Mattersburgs Goalie Marco Cech. In der Schlussphase der ersten Halbzeit waren die Hausherren dann einem Treffer näher. Matthias Müller schoss volley (37.) knapp vorbei und Bastian Lehner verfehlte in der Nachspielzeit auch nur knapp das Tor. Nach dem Seitenwechsel dominierte die Taktik, beide Defensivreihen standen solide, ließen wenig zu. Die eine oder andere Torszene gab es dennoch. Simon Buliga zog kurz nach dem Seitenwechsel ab, der Ball ging aber genau so über das Tor wie ein Grozurek-Abschluss.

Bezeichnend für ein Spiel ohne ganz großes Risiko: Schiedsrichter Davor Divkovic musste erst nach 83 Minuten die erste und einzige Gelbe Karte für einen Spieler zücken. Lukas Kaiser holte Parndorfs Außenbahnspieler Paulo Jani von den Beinen. Drei Minuten später zog sich der Unparteiische den Unmut von MSV-Trainer Josef Kühbauer zu. Philipp Schmiedl setzte sich auf der rechten Seite durch, beim Zweikampf mit Parndorfs Abwehrchef Dominik Wydra kam Letztere zu Fall - Divkovic entschied auf Foul von Schmiedl.

Es war die einzige diskussionswürdige Entscheidung des Unparteiischen, der ein souveräner Spielleiter war. Dennoch bitter für den MSV, der in Überzahl vor Parndorfs-Goalie Martin Kraus gewesen wäre. Letztlich blieb es beim torlosen Remis, das für beide Teams auch als gerecht eingestuft wurde. „Das 0:0 geht so auch in Ordnung. Wir haben eine ordentliche Leistung geboten und die Kulisse war überragend“, meinte Kühbauer, den die Schmiedl-Szene aber ziemlich ärgerte: „Ganz bitter für uns, weil es einfach kein Foul war.“

Parndorf-Coach Michael Porics resümierte: „Wir haben zu komplizierte Lösungen gesucht. Im letzten Drittel lag das Problem: Da hatten wir bei Angriffen zu wenige Spieler in der Box. Da hat die Gier gefehlt. Sicherlich war die Kulisse imposant, und es ist für die Spieler nicht einfach, in so einem Umfeld ein wichtiges Match zu bestreiten. Natürlich wollten wir gewinnen und haben auch gekämpft. Am Ende wurde es ein 0:0, und ich bin deswegen nicht enttäuscht.“ Der SC/ESV bleibt damit weiter drei Punkte vor Mattersburg an der Tabellenspitze.

Statistik

MSV 2020 - SC/ESV Parndorf 0:0.-

Reserve:1:0 (Kantauer).-

SR:Divkovic.- Pappelstadion, 2151.

MSV: Cech; Höller (58. Schranz), Leitgeb, Tobias Stöger, Kaiser; Ortner, Muratcehajic; Lehner, Secco, Müller (69. Knotzer); Schmiedl.

Parndorf: Kraus; Schmelzer, Wydra, Rath, Zeco (59. Szabo); Nagy(73. Krutzler), Vittner; Buliga, Andrejevic, Jani; Grozurek.