Zwei Zauber-Tore für drei Klingenbacher Punkte gegen Halbturn

Burgenlandliga

Kevin Domnanich und Sasha Diakiese trafen ins Kreuzeck und damit ins Halbturner Fußballherz. Klingenbach verschaffte sich mit dem 2:1 Luft im Abstiegskampf.

Die Klingenbacher hatten beim 2:1 gegen Halbturn allen Grund zum Feiern.

Die Klingenbacher hatten beim 2:1 gegen Halbturn allen Grund zum Feiern.

© Mia Wlaschits, MIA WLASCHITS

Klingenbach - Halbturn 2:1. Lange dümpelte das Spiel dahin. Halbturn führte die feinere Klinge, hatte aber keine wirklich zwingenden Chancen. Klingenbach tat sich schwer, ins Spiel zu kommen. So verstrichen die ersten 45 Minuten ohne große emotionale Höhepunkte. Erst nach Seitenwechsel hatten die Zuschauer Freude mit besserer Fußballkost. Die Vorarbeit zur Klingenbacher Führung war etwas kurios, der Abschluss aber war grandios. Jakob Szorger wollte am Mittelkreis scharf zurück auf seinen Tormann spielen, traf aber Juan Monclus. Von dem sprang der Ball zu Kevin Domnanich, der ihn sich kurz vorlegte und wunderschön ins Kreuzeck schoss.

Domnanich war eine der drei Änderungen in der Klingenbacher Mannschaft gegenüber dem 1:1 in Kohfidisch vor einer Woche, weil Marco Dominkus erkrankt war. Lucas Kroyer war der Rechtsverteidiger, weil Luca Binder im Abwehrzentrum den ebenfalls erkrankten Robin Tunjic ersetzte. Und Antonio Vidovic durfte auf der der Bank beginnen, weil er nicht ganz fit war, kam aber früh für Lukas Stahleder, der sich an der Hüfte verletzte.

Halbturn ließ sich vom Führungstreffer nicht beeindrucken, spielte weiter druckvoll und dann auch erfolgreich. Einen schönen Angriff über die rechte Seite konnte Jakub Sulc nicht verwerten, doch Ratislav Kruzliak traf im zweiten Versuch. Klingenbachs Trainer Thomas Klemenschitz störte am Treffer nicht nur die Fehlerkette in seiner Defensive, sondern ein Handspiel eines Halbturners in der Entstehung des Angriffs. Allerdings währte die Freude der Gäste nicht lange, denn Sasha Diakiese, der nach der Pause munterer wurde, zeigte seine Qualität. Der Flügel zog nach innen und dann mit dem linken Fuß ab. Wieder ging der Ball unhaltbar für Tormann Rene Summer ins Kreuzeck. „Zwei solche Tore schießen wir in einem Spiel nicht mehr so schnell“, sagte Klemenschitz.

Halbturn mit viel Verletzungspech

Danach brachte Halbturns Trainer Peter Herglotz mit Sebastian Bruck einen Stürmer für den Innenverteidiger Julian Hamm. Es war der dritte und letzte Wechsel, weshalb man nach einer Verletzung von Ivan Hlushko mit einem Mann weniger spielen musste. Klemenschitz: „Ich habe jetzt ein paar graue Haare mehr. Denn wir haben bei elf gegen zehn einige Chancen liegen lassen und damit Halbturn am Leben gelassen." Der Ausgleich gelang den Gästen aber doch nicht.

Damit holten die Klingenbacher wichtige drei Punkte im Abstiegskampf. Halbturn nähert sich immer bedenklicher den Abstiegsplätzen und hatte zudem noch Verletzungspech. Erst kippte Adrian Lehtosky nach einem Kopfball um und musste ausgewechselt werden. In der zweiten Halbzeit zog sich Christoph Bauer in einem Laufduell eine Muskelverletzung im hinteren Oberschenkel zu. Und zu schlechter Letzt musste auch von Hlushko raus.

Peter Herglotz, Trainer der USV Halbturn: „Zwei Tausendguldenschüsse haben das Spiel entschieden. Erste Halbzeit war es ein Sommerkick ohne große Chancen. Nach der Pause haben wir gut dagegen gehalten, das 1:2 war dann aber der Todesstoß.“

Statistik

Klingenbach - Halbturn 2:1 (0:0).

1:0 (47.) Domnanich, 1:1 (58.) Kruzliak, 2:1 (66.) Diakiese.

SR: Ruffa. - Grenzstadion, 250.

Klingenbach: Schuller; Kroyer, Luca Binder, Jonas Ivancsits, Jagschitz; Monclus; Domnanich (53. Badjikic, 78. Bas), Stahleder (25. Vidovic), Szorger, Diakiese; Maximilian Ivancsits (78. Ivan Bosnjak).

Halbturn: Summer; Lehotsky (40. Ecker), Leopold, Hamm (72. Bruck), Bauer (59. Hoffmann); Jan Schneider, Ujlaky; Kruzliak, Ziniel, Hlushko; Sulc.

Reserve: 5:1 (Mad 2, Bas 2, Klemenschitz; Bruck).