Weihnachtskonzert in Raiding: Franz Liszt als Beethoven-Spezialist

Camilla Köhnken

Am Samstag fand in der Liszt-Bibliothek Raiding ein besonderes Weihnachtskonzert statt. Die Pianistin und Musikwissenschaftlerin Camilla Köhnken gestaltete ein Gesprächskonzert unter dem Titel „Franz Liszt als Beethoven-Spezialist – vom Schüler Carl Czernys zum Mitbegründer des Mythos Beethoven“.

Eduard Kutrowatz, Franz Supper, Camilla Köhnken und Walter Burian beim Weihnachtskonzert in der Liszt-Bibliothek Raiding.

Eduard Kutrowatz, Franz Supper, Camilla Köhnken und Walter Burian beim Weihnachtskonzert in der Liszt-Bibliothek Raiding.

© zVg

Im Mittelpunkt stand die frühe und lebenslange Faszination Franz Liszts für die Musik von Ludwig van Beethoven. Köhnken zeigte auf, wie Liszt bereits in seiner Jugend mit Beethovens Werk in Berührung kam und während seines Wiener Studiums beim Beethoven-Schüler Carl Czerny eine fundierte Ausbildung erhielt. Anhand musikalischer Beispiele wurde deutlich, wie Liszt sich später als reisender Virtuose einen europaweiten Ruf als herausragender Beethoven-Interpret erwarb.

Das Konzert verband Wort und Musik zu einem lebendigen Porträt der Freundschaft zwischen Czerny und Liszt und ihres gemeinsamen Beitrags zur Entstehung des bis heute wirkmächtigen „Mythos Beethoven“. Das Publikum erlebte einen ebenso kenntnisreichen wie musikalisch eindrucksvollen Abend, der das Weihnachtskonzert in Raiding zu einem besonderen kulturellen Ereignis machte.