Rekordjahr: „Gelber Engel“ so oft in der Luft wie nie

Christophorus 16

ÖAMTC-Notfall-Crews hoben im Vorjahr österreichweit über 22.000 Mal zu lebensrettenden Missionen ab. Der für das Südburgenland zuständige Christophorus 16 startete im Vorjahr 1.281 Mal und feiert heuer seinen 20. Geburtstag. Der leitende Flugrettungssanitäter Hans Peter Polzer ist von Beginn an dabei.

Der C 16 flog im Jahr 2024 im Schnitt 3,5 Einsätze pro Tag.

Der C 16 flog im Jahr 2024 im Schnitt 3,5 Einsätze pro Tag.

© ÖAMTC

Die Stationierung des Notarzthubschraubers Christophorus 16 in Oberwart war umstritten. Einige Stimmen hielten einen zusätzlichen Hubschrauber für nicht notwendig. Dennoch wurde der Stützpunkt am 1. Mai 2005 eingerichtet und somit feiert der Medicopter heuer seinen 20. Geburtstag. Hans-Peter Polzer, der leitende Flugrettungssanitäter des C 16, ist von Beginn an dabei.

„Der rasche Einsatz von Christophorus 16 hat in den vergangenen 20 Jahren vielen Menschen das Leben gerettet und noch bei weitaus mehr Menschen beigetragen, Leid zu lindern“, sagt Hans-Peter Polzer, Landesrettungskommandant des Roten Kreuzes und gleichzeitig auch leitender Flugrettungssanitäter am C 16. „Anfänglich noch von vielen belächelt und für nicht notwendig empfunden, erwies sich der Stützpunkt schon sehr bald als wesentlicher Bestandteil der notfallmedizinischen Versorgung des Südburgenlandes, der angrenzenden Oststeiermark sowie der „Buckligen Welt“ in Niederösterreich“, sagt der leitende Notarzt Wilhelm Urschl.

Neuer Rekord im Jubiläumsjahr

Mit 1.281 Einsätzen im Jahr 2024 hat Christophorus 16 einen neuen Einsatzrekord zu verzeichnen. Durchschnittlich wurden 3,5 Einsätze pro Tag geflogen. Mehr als die Hälfte der Einsätze waren internistische und neurologische Notfälle. Rund 17 Prozent waren Haushalts-, Arbeits-, Sport- und Freizeitunfälle, nur knapp sieben Prozent Verkehrsunfälle. 70 Prozent der Notfallorte lagen im Burgenland, 25 Prozent in der Steiermark und fünf Prozent in NÖ. Der einsatzreichste Tag mit zehn Einsätzen war der 14. Juli und nur an acht Tagen gab es 2024 keinen Einsatz.

Notfallversorgung noch weiter optimiert

Christophorus 16 ist seit 1. Mai 2005 18.260 Einsätze geflogen. Die 16 Notärzte unter der ärztlichen Leitung von Wilhelm Urschl kommen aus diversen Krankenhäusern, elf Notfallsanitäter sind berufliche oder freiwillige Mitarbeiter des Roten Kreuzes. Die Piloten um Stützpunktleiter Andreas Tautter werden vom ÖAMTC Flugrettungsverein gestellt. „Mit der Stationierung des Notarzthubschraubers in Oberwart wurde die bereits sehr gute notfallmedizinische Versorgung des Roten Kreuzes weiter optimiert“, berichtet Hans Peter Polzer.

„Die tägliche Einsatzbereitschaft beginnt um 7 Uhr und endet bei Einbruch der Dunkelheit. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über die vier südlichen Bezirke des Burgenlandes, die Oststeiermark bis zu den Fischbacher Alpen und den südöstlichen Teil Niederösterreichs mit Wechsel- und Semmeringgebiet“ sagt Andreas Tautter.

Jetzt schon vormerken: Am 14. Juni 2025 findet das diesjährige Stützpunktfest und gleichzeitig die 20-Jahr Feier statt, wo man die Flugrettung aus nächster Nähe beobachten und kennenlernen kann.