Neues Jahr mit neuen Regeln - und auch mit neuen Gebühren
Das bringt 2026
Das Jahr 2026 wird vor allem eines: teurer. Wo es Änderungen gibt und woran man denken sollte, das lesen Sie hier.
Im Burgenland steigen die Netzkosten für Strom und Gas.
© Shutterstock, Alex Yeung, Alex Yeung
Die Strom-Netzgebühren steigen heuer im Burgenland erheblich, nämlich um voraussichtlich 16,1 Prozent oder durchschnittlich 58 Euro pro Haushalt. Das ist die höchste Gebührenerhöhung im Bundesländervergleich. Erklärt wird der Anstieg bundesweit mit dem Ausbau und der Wartung der Netze, es gibt aber auch Länder, wo Gebühren sinken. Ebenso steigen die Netzkosten für Gaskunden, nämlich sogar um 25 Prozent. Das kann Mehrkosten von rund 100 € für betroffene Haushalte bedeuten.
Mit 1. Februar 2026 wird im Burgenland die Ortstaxevon 2,50 auf 4,50 Euro pro Nacht angehoben. Die Erhöhung soll den Gemeinden helfen, ihre gestiegenen Kosten zu decken. In anderen Bundesländern fällt der Anstieg höher aus, wie etwa in Wien, das auch in anderen Bereichen teurer wird (siehe unten).
Mit 1. Jänner 2026 wurde der Preis des VOR KlimaTickets MetropolRegion angepasst. Gültig ist das Ticket im Burgenland, in Niederösterreich und Wien. Der Jahrespreis stieg in der Vollpreisvariante bei Einmalzahlung von 898 auf 1.000 Euro. Senioren ab 65 Jahren bezahlen statt wie bisher 635 nunmehr 700 Euro.
Gute Nachrichten gibt es hingegen für die Jugend: Für Unter-26-Jährige sank der Preis für das regionale Klimaticket von 765 auf 700 Euro. Diese Preissenkung gilt auch für Menschen mit Behinderung.
Viele Gemeinden im Burgenland haben mit Jahresbeginn ihre Gebühren erhöht. Das betrifft zum Beispiel die Hundeabgabe, die z. B. in Mattersburg von 42 auf 50 Euro angehoben wurde. Auch in Neusiedl am See und anderen Gemeinden muss seit 1. Jänner 2026 mehr für den Hund im Haushalt bezahlt werden. Im Burgenland ist die Hundeabgabe dabei immer noch moderat: In Wien zahlt man jetzt 120 Euro für den ersten Hund (bislang 72) und 160 Euro für jeden weiteren Hund.
Apropos Hund: Ab 1. Juli 2026 gilt bundesweit ein Sachkundenachweisfür alle neuen Hundehalter. Dafür muss ein Kurs absolviert werden, der mindestens vier Theorie- und zwei Praxiseinheiten umfast. Auch Halter von Reptilien, Amphibien und Papageien brauchen künftig einen Sachkundenachweis.
In vielen Gemeinden stiegen auch die Friedhofsentgelteund die Gebühren für die Abfallentsorgungin den gemeindeeigenen Sammelzentren. Auch die Gebühren für Kanalund Wasserstiegen vielerorts, in Oberwart beispielsweise um 15 Prozent und in Güssing um 2,9 Prozent. Hingegen verzichtete der Burgenländische Müllverbandauf eine Gebührenerhöhung: Die Gebühren für die Müllentsorgung steigen somit heuer nicht.
Empfindlich teurer wird derAufenthalt in Wien. Der Preis für den Öffi-Einzelfahrschein stieg von 2,40 auf 3,20 Euro, Parken kostet jetzt pro 30 Minuten 1,70 statt 1,30 Euro. Die Ortstaxe für Nächtigungen wurde in Wien von 3,2 Prozent auf 8,5 Prozent erhöht.
Bei all den Preiserhöhungen kann es auch passieren, dass man pessimistisch in die Zukunft blickt. Das gilt nachweislich nicht nur für den Geldbeutel, sondern auch für die persönliche Gesundheit. Zwar glauben laut dem Austrian Health Report, durchgeführt von IFES im Auftrag von Sandoz, im Burgenland 19 Prozent der Befragten, dass sich ihre Gesundheit 2026 verbessern wird, 12 Prozent befürchten aber, dass das neue jahr eine deutliche Verschlechterung für ihren Gesundheitszustand bringen wird. Und damit liegt das Burgenland über dem Österreichschnitt von 9 Prozent.