Denkmalschutz macht Weg für Abriss frei
Krankenhaus Oberwart
Vor mehr als drei Jahren leitete das Bundesdenkmalamt das Verfahren ein. Jetzt steht fest - das zukünftig alte Krankenhaus ist nicht schützenswert.
Das Landeskrankenhaus Oberwart, ein Gebäude im Stil des Brutalismus, wurde 1971 bis 1988/93 von den Architekten Matthias Szauer und Gottfried Fickl erbaut. Ist der Neubau fertiggestellt, soll der Altbestand abgerissen werden.
© BVZ
Mit Jahresende hat das Bundesdenkmalamt nach mehr als drei Jahren der Erhebungen eine Entscheidung über den Fortbestand des zukünftig alten Krankenhauses getroffen. Dem Gebäude komme keine ausreichende Denkmalqualität im Sinne des Denkmalschutzgesetzes zu, heißt es im Bericht. Damit sei, betont ein Sprecher der KRAGES, nach der Inbetriebnahme des neuen Krankenhauses der Abriss des Gebäudes die wahrscheinlichste Variante.
Seitens der KRAGES sieht man die Entscheidung des Denkmalamts, die dem Aufsichtsrat bereits zur Kenntnis gebracht wurde, als eine weitere Bestätigung der Rechtslage. Der Fokus liege aber aktuell auf dem Neubau des Krankenhauses. Die Entscheidung des Denkmalschutzes könnte auch Änderungen für die künftige Zufahrt zum neuen Spital mit sich bringen. Seitens der Baudirektion bestätigt man auf BVZ-Anfrage, dass es aktuell Überlegungen gibt, die geplante Trasse, die direkt vom Kreisverkehr an der B63a zum neuen Krankenhauskomplex führen sollte, doch nicht zu bauen. Eine Entscheidung soll in den nächsten Wochen fallen, eine Nützung von bestehenden Straßen als Zufahrt wäre eine Option, die man prüfe.
Dabei hat auch die Gemeinde ein Wort mitzureden, denn alle Straßenzüge im Bereich des neuen Spitals befinden sich im Gemeindeeigentum. „Eine Sache, die man diskutieren muss, vor allem, weil ein Straßen-Tauschabkommen ausgemacht wurde, das besagt, dass Wienerstraße, Dornburggasse und Schulgasse ins Gemeindeeigentum übergehen und das Land im Gegenzug Ausgleichsflächen für besagte Trasse erhält“, erklärt Rosner. Auch der Bau des Schulcampus im Bereich des Spitals soll heuer starten. „Kommt besagte Trasse jetzt nicht, dann würden wir ein neues Verkehrskonzept brauchen“, erklärt Rosner.