Entscheidungen in der Politik, Gedenken in Oberwart, Umbau im Museum

Die Woche im Land

Mit Neuigkeiten zur Aufstellung der Landesregierung beginnt die Woche, die auch schon einen finalen Durchbruch in den rot-grünen Koalitionsverhandlungen bringen könnte. Danach richten sich die weiteren Termine rund um die Konstituierung des Landtages. Am Mittwoch jährt sich das Roma-Attentat von Oberwart zum 30. Mal. Im OHO wird dazu am Freitag ein Programmschwerpunkt eröffnet.

Im SPÖ-Landesparteivorstand - hier am Tag nach der Wahl - werden zu Wochenbeginn personelle Entscheidungen gefällt.

Im SPÖ-Landesparteivorstand - hier am Tag nach der Wahl - werden zu Wochenbeginn personelle Entscheidungen gefällt.

© Wolfgang Millendorfer

12 Uhr Mittags war schon vergangenen Montag die Uhrzeit, zu der Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die nächsten Schritte nach der Landtagswahl verkündet hatte: die Verhandlungen zwischen SPÖ und Grünen. Morgen, Montag, gibt es um 12 wieder ein Presse-Statement nach dem Landesparteivorstand. Dieses Mal will Doskozil ankündigen, mit welchem Team die SPÖ in die neue Regierung gehen will.

Details sind noch keine bekannt, gemutmaßt wurde zuletzt über mehrere Varianten - etwa einen Wechsel an der Spitze des Landtages und an der Seite des Landeschefs: mit Astrid Eisenkopf als neuer Landtagspräsidentin (statt Robert Hergovich) und Anja Haider-Wallner als möglicher Landeshauptmann-Stellvertreterin (statt Eisenkopf). Jedoch gibt es noch andere Regierungsposten, die sich noch bewegen könnten, offiziell fix ist noch nichts - bis Montagmittag eben.

Wie man aus den rot-grünen Regierungsverhandlungen hört, ist außerdem der Weg zum gemeinsamen Programm und zur Koalition kein weiter mehr. Falls es eine Einigung gibt, könnte sie ebenso noch dieser Tage verkündet werden, bis zur konstituierenden Landtagssitzung sind es dann nur mehr ein paar Schritte. Die BVZ berichtet laufend über die Entwicklungen.

Gedenken an eines der dunkelsten Kapitel

Der Mittwoch steht im Burgenland und darüber hinaus im Zeichen des Gedenkens: Am 5. Februar 1995 wurden beim Rorhbomben-Attentat von Oberwart vier Männer getötet: Erwin Horvath, Karl Horvath, Peter Sarközi und Josef Simon. Der 30. Jahrestag des schrecklichen Attentats ist nicht nur Anlass für Gedenkveranstaltungen - es geht vor allem auch um „den Dialog über Verantwortung, Zusammenhalt und gesellschaftliches Beweusstsein“.

Entscheidungen in der Politik, Gedenken in Oberwart, Umbau im Museum

© VHS Roma

So wird es in der Einladung zum Programmschwerpunkt im Offenen Haus Oberwart umschrieben. Am kommenden Freitag, dem 7. Februar (19 Uhr), wird im OHO eine Ausstellung eröffnet, Titel: „Man will uns ans Leben - Bomben gegen Minderheiten“. Die Eröffnung ist der Startpunkt eines begleitenden Vermittlungsprogrammes und zahlreicher weiterer Veranstaltungen, wie ein Filmabend am 13. Februar, ein Workshop gegen Rechtsextremismus am 20. Februar oder die Premiere des Theaterstückes „Die Retter“, das am 13. März uraufgeführt wird. Alle Details zum Programm bereits jetzt auf oho.at

Apropos OHO: Die jüngste Theaterproduktion ist wieder in den Regionen unterwegs und am Mittwoch (19.30 Uhr) im Literaturhaus Mattersburg zu sehen. „Aufdecken“, das Stück von Clemens Berger, befasst sich zum zehnten Todestag mit dem Aufdecker-Journalisten Kurt Kuch, der in vielen Bereichen seine Spuren hinterlassen hat.

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© APA/HANS KLAUS TECHT, HANS KLAUS TECHT

In der Kultur der Landeshauptstadt wird inzwischen umgebaut: Zum einen ist, wie berichtet, die aufwändige Sanierung des Landesmuseums angelaufen, zum anderen wird in der Landesgalerie im Eisenstädter Kulturzentrum die nächste Ausstellung vorbereitet: Auf die knallbunte Welt von Lea und Hannah Neckel folgt mit der Vernissage am 22. Februar die Werkschau der Malerin Saša Makarová.