70 Jahre Schule, 50 Jahre Kindergarten: Gemeinsam 120 Jahre Zukunft
Doppeljubiläum
Beinahe das ganze Dorf war auf den Beinen, als Kindergarten und Schule in Unterrabnitz ihre „runden Geburtstage“ feierten.
Mit den Pädagoginnen rund um Kindergartenleitern Daniela Schmall und Direktorin Verena Kainz feierten auch Landesrat Heinrich Dorner, Bundesminister außer Dienst Niki Berlakovich, Landtagsabgeordneter Sandro Waldmann, Bürgermeister Franz Schiefer, Vizebürgermeister Christoph Zöchbauer, einige Nachbar- und ehemalige Bürgermeister, der langjährige Direktor Stefan Böhm, die langjährige Kindergartenleiterin Bernadette Klikovics, Pfarrer Ivan S. Vukčević und Amtmann Harald Stampf.
© Michaela Grabner
„Drunt im Rabnitztol jo da steht a Schul so hübsch und fein“ sangen die Schulkinder aus Unterrabnitz-Schwendgraben zur Melodie der „heimlichen“ burgenländischen Hymne „Drun't im Burgenland“ in der mit Menschen prall gefüllten Feuerwehrhalle. Kindergarten- und Volksschulkinder, Eltern, Großeltern, viele selbst ehemalige Schülerinnen und Schüler oder Kindergartenkinder - sie alle hatten mit den beiden Jubiläen gleich doppelten Grund zu feiern.
Los gingen die Feierlichkeiten direkt vor dem Schul- und Kindergartengebäude, wo auch die Festansprachen der Ehrengäste - Landesrat Heinrich Dorner, Bundesminister außer Dienst Niki Berlakovich und Landtagsabgeordneter Sandro Waldmann - sowie der Gemeindeführung mit Bürgermeister Franz Schiefer und Vizebürgermeister Christoph Zöchbauer am Programm standen. Danach ging es in der Feuerwehrhalle weiter.
Wir feiern nicht nur ein Gebäude sondern Menschen“ - diese Botschaft wurde im Rahmen des Festes immer wieder nicht nur betont, sondern auch authentisch gelebt. Denn die Kindergarten- und Volksschulkinder standen mit ihren Liedern, Musikstücken und Tänzen ebenso im Mittelpunkt des Geschehens wie zwei von ihnen interviewte Persönlichkeiten.
Franz Flasch, Schüler der ersten Stunde und später Lehrer konnte zwar aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich am Festakt teilnehmen, teilte aber via Aufnahme seiner persönlichen Erinnerungen wie eine „Watschn“ vom Schulinspektor mit den vielen anwesenden Gästen. Und die langjährige Kindergartenleiterin Bernadette Klikovics stand vor Ort Rede und Antwort und wusste etwa zu berichten, dass sie von 1976 bis 2002 ganz alleine immer um die 30, in Spitzenzeiten sogar 36 Kinder, betreut hatte.
Der Spatenstich zur Volksschule erfolgt im Jahr 1955, schon 1956 fand dann die feierliche Einweihung statt. „Für die Gemeinde war dies ein bedeutender Meilenstein und ein Zeichen des Fortschritts“, so Bürgermeister Franz Schiefer, der einen kurzen geschichtlichen Rückblick präsentierte.
Die Lehrerwohnung wurde später zu einem Kindergarten umgebaut, 1999 wurde mit der Errichtung des Turnsaals begonnen, der 2003 fertiggestellt wurde. „Unsere Schule und unser Kindergarten sind nicht nur Bildungsstätten, sie sind Orte der Gemeinschaft, der Freundschaft und der Zukunft.“ Und auch Vizebürgermeister Christoph Zöchbauer betonte: „Es macht uns stolz, dass unsere Bildungsinstitutionen vorzeigbare Institutionen sind, wo auch Werte wie Freundschaft, soziales Miteinander und Selbstständigkeit vermittelt werden. Volksschule und Kindergarten sind das schlagende Herz des Dorfes, sie machen die Gemeinde lebendig und zukunftsfähig.“