Neuer Primar stärkt Anästhesie und Intensivmedizin in Kittsee
Dr. Alexander C. Geberth
Mit Prim. Dr. Alexander Carl Geberth, MBA, DESAIC, EDIC hat die Klinik Kittsee einen neuen Leiter der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin. Der Fokus liegt auf moderner Ultraschalltechnologie, Patientensicherheit und Kommunikation auf Augenhöhe. Trägerin des Standortes ist die Gesundheit Burgenland GmbH.
Primar Geberth leitet seit Oktober die Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin an der Klinik Kittsee.
© Gesundheit Burgenland
Gemeinsam mit seinem Team von derzeit elf Ärztinnen und Ärzten sowie einem Pool von Pflegekräften treibt er die Modernisierung und Weiterentwicklung der perioperativen und intensivmedizinischen Versorgung konsequent voran – mit einem klaren Fokus auf modernste Ultraschalltechnologie, höchste medizinische Standards und Kommunikation auf Augenhöhe.
Seit Kurzem steht der Abteilung ein neues hochmodernes Ultraschallgerät zur Verfügung, das Untersuchungen von Herz, Lunge, Bauchorganen und Gefäßen direkt am Intensivbett ermöglicht. Diagnostik und Therapieentscheidungen können ohne Wartezeiten erfolgen. „Die Intensivmedizin ist mir ein großes Anliegen“, betont Prim. Dr. Alexander Carl Geberth. Zugleich verweist er auf den Stellenwert der persönlichen Betreuung: „Auf einer Intensivstation, auf der viele Geräte piepsen und Schläuche notwendig sind, ist es unser oberstes Ziel, die Menschen und ihre Angehörigen in all ihren Bedürfnissen wahrzunehmen. Technik unterstützt uns, aber im Mittelpunkt bleibt der Mensch.“
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Aufsichtsratsvorsitzender der Gesundheit Burgenland GmbH, hebt die Bedeutung der personellen Verstärkung hervor: „Die bestehenden Leistungen werden in Kittsee gezielt gestärkt, um für die Burgenländerinnen und Burgenländer im Einzugsgebiet eine zeitgemäße und hochwertige wohnortnahe Gesundheitsversorgung zu sichern. Gleichzeitig werden die notwendigen Schritte für die neue Klinik in Gols konsequent vorangetrieben, um langfristig und nachhaltig die beste Gesundheitsversorgung zu garantieren.“
Die Klinik Kittsee verfügt über eine starke chirurgische und urologische Versorgung. Mit der geplanten Erweiterung um die elektive Orthopädie steigt die Zahl komplexer Eingriffe und damit auch die Bedeutung der Anästhesiologie. Ultraschallgezielte Regionalanästhesien sollen künftig verstärkt eingesetzt werden. Diese ermöglichen es, einzelne Körperregionen präzise zu betäuben und Operationen unter Sedierung, in Kombination mit Vollnarkose oder auch vollständig wach durchzuführen.
OA Dr. Zoltan Kudela, DESAIC, Bereichsleiter Anästhesie/OP, bringt dazu Erfahrung aus dem Orthopädischen Spital Speising ein. Unter der Leitung von Primar Geberth wurden bereits umfassende Schulungen initiiert und moderne Technologien implementiert. In der Klinik Kittsee können kombinierte Anästhesieverfahren mit kurzwirksamen und nebenwirkungsarmen Medikamenten angewendet werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der perioperativen Medizin. Dazu zählen maßgeschneiderte Anästhesiekonzepte sowie eine optimierte Patientenreise vor, während und nach Operationen. Mit dem Ausbau von Fast-Track- und ERAS-Konzepten – ERAS steht für „Enhanced Recovery After Surgery“ – sollen die Genesung beschleunigt und Komplikationen reduziert werden. Auch die tagesklinische und ambulante Chirurgie soll bedarfsgerecht erweitert werden.
Auf der Intensivstation der Klinik Kittsee werden Patientinnen und Patienten mit chirurgischen, internistischen, neurologischen und anderen akuten Erkrankungen betreut. Ziel ist es, internationale Richtlinien mit individueller Therapie zu verbinden. Zu den Schwerpunkten zählen der Einsatz modernster Ultraschalltechnologie, frühe Mobilisation, individuelle Schmerztherapie, transparente Entscheidungen sowie eine enge Kommunikation zwischen den Fachdisziplinen und mit Angehörigen.
Ein besonderes Anliegen des Primars ist die würdevolle Begleitung unheilbar erkrankter Patientinnen und Patienten. Die Klinik Kittsee ist ein zertifiziertes Palliativzentrum, palliativmedizinische Expertise ist eng in die anästhesiologische und intensivmedizinische Betreuung eingebunden.
Ergänzend dazu bietet die wöchentliche Schmerzambulanz Patientinnen und Patienten, die im niedergelassenen Bereich keine ausreichende Schmerztherapie erhalten, individuelle Behandlungskonzepte nach internationalen Standards. In den kommenden Monaten sollen Ambulanzzeiten und Methoden weiter ausgebaut werden. Auch innerklinisch steht das Team bei akuten Schmerzen für Konsile zur Verfügung.