Vorbestrafter schreckte nachts Bewohner auf
Einbruchsdiebstahl
Wegen eines versuchten Einbruchsdiebstahls in Kittsee wurde jetzt ein 49-jähriger slowakischer Staatsbürger verurteilt.
Der 49-Jährige bekannte sich vor Gericht schuldig und wurde zu einer Zusatzstrafe verurteilt.
© BVZ/Kirchmeir
Das neue Jahr hatte für ein Ehepaar in Kittsee mit einem Schock begonnen: Am 1. Jänner 2023 wurde die Bewohnerin des Hauses gegen vier Uhr morgens durch ein lautes dumpfes Geräusch geweckt. Auf der Terrasse konnte sie den Schein einer Taschenlampe wahrnehmen.
Sie weckte ihren Gatten, der sofort die Polizei alarmierte. Der unbekannte Täter hatte jedoch in der Zwischenzeit von seinem Vorhaben abgelassen und war geflüchtet.
Aufgrund polizeilicher Ermittlungen konnte die Identität des Mannes schließlich festgestellt werden. Bei dem Einbrecher handelte es sich um einen heute 49-jährigen slowakischen Staatsbürger, der in seiner Heimat sieben Mal und in Österreich drei Mal vorbestraft ist.
Er musste zuletzt in seiner Heimat eine 15-monatige Haft verbüßen und wurde danach im Mai 2024 an die Justizanstalt Eisenstadt überstellt.
Am Landesgericht Eisenstadt musste sich der Mann am 4. Juni 2024 wegen des Einbruchsversuchs in Kittsee verantworten.
Einbrecher wollte verriegeltes Fenster öffnen
Vorgeworfen wurde ihm schwerer Diebstahl durch Einbruch in eine Wohnstätte. Der Angeklagte habe versucht, so der Staatsanwalt, eine Fensterverriegelung zu öffnen, dabei soll er einen Schraubenschlüssel verwendet haben.
„Er ist ein Rückfalltäter, es tut ihm leid“, sagte der Verteidiger.
„Ich war zwei Tage auf der Straße, war schwer drogenabhängig und in Geldnot“, bekannte sich der 49-Jährige reumütig schuldig. Er entschuldige sich bei dem Ehepaar, das jedoch gar nicht zur Zeugeneinvernahme geladen worden war.
Aufgrund des Geständnisses des Angeklagten war der Prozess rasch zu Ende. Der Mann wurde zu einer Zusatzstrafe von zehn Monaten Haft verurteilt. Mit diesem Urteil war der Angeklagte sichtlich zufrieden, er gab einen Rechtsmittelverzicht ab.