Symposium in Kobersdorf: Gedenken an vergessene Opfer der NS-Zeit
Erinnerungskultur
Am 17. und 18. Juni versammelten sich Historikerinnen und Historiker aus dem In- und Ausland in der ehemaligen Synagoge von Kobersdorf zu einem internationalen wissenschaftlichen Symposium. Im Mittelpunkt standen Opfergruppen, die in der historischen Aufarbeitung und gesellschaftlichen Anerkennung lange an den Rand gedrängt wurden.
Michael Schreiber (Bgld. Forschungsgesellschaft), Dieter Szorger (KBB), LAbg. Jürgen Karall, Klaudia Fritz (KBB), Jamin Karnutsch (KBB), Oberrabbiner Jaron Engelmayer (IKG Wien), Präsident Nechemja Gang (Misrachi Österreich), Alfred Lang (Bgld. Forschungsgesellschaft)
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Den Eröffnungsvortrag hielt der renommierte deutsche Historiker und Antisemitismusforscher Wolfgang Benz. Die Veranstaltung fand im Beisein von LAbg. Jürgen Karall statt.
Zu den behandelten Gruppen zählten österreichische Sinti und Roma, ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter, Opfer der Homosexuellenverfolgung und der NS-Euthanasie, Wehrmachtsdeserteure sowie als „Gewohnheitsverbrecher" verfolgte KZ-Häftlinge. Referentinnen und Referenten kamen von Universitäten in Graz, Innsbruck, Heidelberg und München sowie vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands, dem Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien und weiteren Institutionen.
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Abgerundet wurde das Programm durch eine Podiumsdiskussion zu aktuellen Fragen der Gedenk- und Erinnerungskultur sowie eine Gedenkfeier für die Opfer der jüdischen Gemeinden des Burgenlandes, zelebriert von Oberrabbiner Jaron Engelmayer (IKG Wien). Im Vorfeld beteiligten sich Schülerinnen und Schüler der HTL Eisenstadt und der HAK Oberpullendorf an einem Workshop.
„Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Opfern der NS-Zeit ist die Grundlage für eine gelebte Erinnerungskultur, die uns im Burgenland besonders wichtig ist", betonte Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

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Das seit 2022 jährlich stattfindende Symposium wird von der Kultur-Betriebe Burgenland GmbH, dem Verein Misrachi Österreich und der Burgenländischen Forschungsgesellschaft veranstaltet und vom Land Burgenland, dem Zukunftsfonds sowie dem Nationalfonds der Republik Österreich gefördert.