Eine zentrale Müllsammelstelle für drei Gemeinden in Mattersburg
Eröffnung im Oktober
Der Bau des dritten Ressourcenparks des Umweltdienstes Burgenland befindet sich in der Endphase. Ab Oktober werden die Mattersburger, Forchtensteiner und Wiesener dort ihren Müll abladen können.
Der Ressourcenpark Mattersburg befindet sich direkt bei der örtlichen Abfallsammelstelle am Ortsende in Richtung Forchtenstein. Die Bausumme wird mit 3,6 Millionen Euro angeführt.
© Richard Vogler
Der erste Ressourcenpark im Burgenland wurde 2020 in Heiligenkreuz eröffnet, jener in Oberwart ist seit März dieses Jahres in Betrieb. In Mattersburg soll solch eine zentrale Abfallsammelstelle ab Oktober in Betrieb gehen.
Betrieben werden die Ressourcenparks vom Umweltdienst Burgenland, der zum Müllverband Burgenland gehört. Auf der Homepage des UDB werden die Vorteile wie folgt beschrieben: „Dieser Ressourcenpark ermöglicht den Bürgerinnen und Bürgern aus den Gemeinden Mattersburg, Wiesen und Forchtenstein die ganztägige Abgabe von Abfällen und Wertstoffen. Bereits bei der Entgegennahme werden die Abfälle in rund 60 Sorten getrennt, wodurch das Wertstoffpotenzial erhöht wird. Entsorgungskosten können so in Erlöse umgewandelt werden. Die positiven Serviceerfahrungen aus dem Pilotprojekt Heiligenkreuz im Bezirk Jennersdorf sollen nun auch im Bezirk Mattersburg der Bevölkerung zugutekommen.“
Gearbeitet wird am Ressourcenpark Mattersburg schon länger. Der Burgenländische Müllverband kaufte 2021 von der Stadtgemeinde Mattersburg ein 1.410 Quadratmeter großes Areal, das sich unterhalb der Zufahrt, direkt neben der bestehenden Mattersburger Müllsammelstelle befindet.
Im Forchtensteiner Gemeinderat wurde bereits 2023 der Beitritt zum Ressourcenpark einstimmig beschlossen – nicht zuletzt aufgrund der Lage: Der Ressourcenpark liegt zwar auf Mattersburger Gemeindegebiet, jedoch nur wenige hundert Meter von Forchtenstein entfernt. „Die gemeinsame Abfall- und Problemsammelstelle in Mattersburg bringt in mehrfacher Hinsicht Vorteile für Forchtenstein“, berichtete 2023 der Forchtensteiner Bürgermeister Alexander Rüdiger Knaak.
Auch in Wiesen zeigt man sich erfreut über den neuen Ressourcenpark. „Das ist ein großer Vorteil. Wir haben in Wiesen aktuell nur am Samstag geöffnet. Der Ressourcenpark wird an mehreren Tagen pro Woche geöffnet sein, und es wird dort auch die Möglichkeit geben, ein größeres Fahrzeug für den Mülltransport auszuleihen“, berichtet ÖVP-Bürgermeister Matthias Weghofer.
Die örtlichen Abfallsammelstellen in Wiesen und Forchtenstein werden aufgelassen. Die Sammelstelle in Mattersburg bleibt teilweise bestehen, da die Erdaushubdeponie am aktuellen Standort erhalten bleibt.
Ursprünglich wollte der Umweltdienst Burgenland auch weitere Gemeinden in den Ressourcenpark integrieren – Rohrbach und Marz waren im Gespräch.
„Das war für uns eigentlich nie eine Option. Wir haben eine bestehende, funktionierende Abfallsammelstelle“, berichtet der Rohrbacher SPÖ-Bürgermeister Günter Schmidt.
Auch in Marz hält man fest: „Der Ressourcenpark kommt für unsere Gemeinde nicht infrage. Unsere Sammelstelle wird sehr gut angenommen. Wir haben Dienstag und Freitag sowie jeden zweiten und letzten Samstag im Monat geöffnet“, so die Marzer ÖVP-Vizebürgermeisterin Maria Zachs.
Im vergangenen Jahr prüfte Marz noch die Option eines Beitritts zum Ressourcenpark. Eine Bedingung wäre gewesen, dass eine befestigte Zufahrt über einen bereits bestehenden Güterweg zur Müllsammelstelle beim Umspannwerk in Mattersburg gebaut wird.
Bauherr ist der Umweltdienst Burgenland im Auftrag des Burgenländischen Müllverbandes. Die Bausumme wird mit 3,6 Millionen Euro angeführt. Die geplante Fertigstellung war ursprünglich für Juni 2025 vorgesehen. Der Ressourcenpark wird von Dienstag bis Samstag geöffnet sein, die genauen Öffnungszeiten sollen noch bekannt gegeben werden.
Vom Müllverband Burgenland gab es trotz mehrerer Anfragen seitens der BVZ bezüglich weiterer Informationen und einer Stellungnahme keine Rückmeldung.
Hinsichtlich der Kosten kann der Wiesener ÖVP-Bürgermeister Matthias Weghofer Auskunft geben: „Nach aktuellem Stand wird es so sein, dass vom Müllverband jährlich eine Gebühr in Höhe von 20 Euro eingehoben wird – wie es bereits jetzt beim Restmüll durch den BMV praktiziert wird. Wenn man Müll im Ressourcenpark abliefert, fallen keine zusätzlichen Gebühren an.“