Juliana's Bücherstube öffnete in der Oberpullendorfer Hauptstraße

Eröffnungsfeier

Mit Sarah Schüssler und ihrer Mutter Gabrielle Zonsits wird ein neues Kapitel am Standort der ehemaligen Buchhandlung der Familie Hotz-Behofsits aufgeschlagen.

Der neuen Buchhändlerin Sarah Schüssler (M.) und ihrer Mutter Gabriele Zonsits (2.v.l.) gratulierten zur Eröffnung Bürgermeister Johann Heisz (2.v.r.) und seine beiden Vizes Nikolaus Dominkovits und Christina Köppel.

Der neuen Buchhändlerin Sarah Schüssler (M.) und ihrer Mutter Gabriele Zonsits (2.v.l.) gratulierten zur Eröffnung Bürgermeister Johann Heisz (2.v.r.) und seine beiden Vizes Nikolaus Dominkovits und Christina Köppel.

© Michaela Grabner

Als Margarete Hotz-Behofsits den beiden Damen im Zuge der Eröffnungsfeier die Arbeitsschürze ihrer ehemaligen Mitarbeiterin Julischka sowie deren persönliche Aufzeichnungen über die Anordnung im ehemaligen Papierfachhandel und einen Federteller aus der damaligen Zeit überreicht, müssen alle drei schlucken. Ein Moment, der bewegt. Denn Julischka bzw. Juliana war Gabrielles Mutter und Sarahs Großmutter und ist Namensgeberin für die neue Buchhandlung, in deren Mauern sie sich bis zu ihrem Ableben im Jahr 1988 um den Papierfachhandel gekümmert hatte.

„Diese Geschichte könnte man, wenn sie nicht Wirklichkeit wäre, nicht besser schreiben. Vor mehr als 30 Jahren war deine Oma in diesem Geschäft - du durftest sie leider nicht kennenlernen - aber wahrscheinlich hast du diese Gene von ihr über deine Mama mitbekommen und so schließt sich der Kreis wieder. Und ich bin froh, dass das so ist und wir wieder eine Buchhandlung in Oberpullendorf haben“, wünschte Bürgermeister Johann Heisz der neuen Buchhändlerin Sarah Schüssler und ihrer Mutter alles Gute für die Zukunft der neuen Buchhandlung. Pater John Feranandes sprach den kirchlichen Segen.

Außerdem wurde im Zuge der Eröffnungsfeier auch exklusiv das neue Buch der Oberpullendorferin Rita Kiss „Der Stern von Bethlehem. Wegweiser durch die dunkle Nacht der Zeiten“ schon eine Woche vor dem eigentlichen Erscheinungsdatum präsentiert. „Dafür ist die Buchhandlung auch da, es geht nicht um uns, es geht um die Autoren und es geht um die Kultur, die weitergebracht wird“, betonte Schüssler.

Die 28-Jährige ist nicht nur die Geschäftsinhaberin, sondern wird sich auch ums Backoffice kümmern, während ihre Mutter im Verkauf tätig sein wird. Das Sortiment wurde möglichst breit aufgestellt mit einem eigenen Bereich für Autorinnen und Autoren aus dem Burgenland. Nicht vorhandene Literatur kann bestellt werden. Außerdem soll parallel zur Buchhandlung vor Ort am 1. November der Webshop in Betrieb gehen.

Privatmuseum „Unser Kulturgut“ bleibt geöffnet

Das von Margarete und Rudolf Hotz-Behofsits in den vergangenen Jahren geführte Privatmuseum „Unser Kulturgut“ mit Schwerpunkt auf die Geschichte des Schreibens allgemein vom Federkiel bis zum Goldfederhalter, aber auch die Firmengeschichte der Familie Hotz-Behofsits im Besonderen und jene der Blaufärberei und des Blaudrucks im Burgenland wird in dem früher als Bücherstube bezeichneten Teil des Geschäftslokals als eigener Betrieb weitergeführt werden.