„Wir wollen allen Antauer Kindern einen Platz bieten!“
Erweiterung geplant
Die Gemeinde Antau rechnet in den kommenden Jahren mit bis zu 39 Kindern im Kindergarten – zu viel für die bestehenden Räumlichkeiten. Spätestens ab dem Kindergartenjahr 2026/2027 soll daher eine zweite Gruppe entstehen. Dafür wird der Jugendraum in einen Kinderkrippenraum umgebaut. Finanziert wird das Projekt größtenteils durch Förderungen des Landes und Bedarfszuweisungen.
Um Kapazitäten zu schaffen, soll der Jugendraum im „alten Gemeindeamt“ umgebaut werden.
© Bernhard Matouschek
In der Kinderbetreuung in Antau wird der Platz zunehmend knapp: Aktuell stehen 15 Plätze in der Kinderkrippe und 30 im Kindergarten zur Verfügung. Fünf davon sind vorübergehend in einer provisorischen Gruppe im Schlafraum untergebracht. Ein Blick auf Geburtenzahlen und Elternbefragungen zeigt, dass der Bedarf auch in den kommenden Jahren hoch bleibt. Auch künftig rechnet die Gemeinde mit 29 bis 39 Kindergartenkindern. Da pro Gruppe maximal 25 Kinder betreut werden dürfen, ist klar: Mit nur einer Kindergartengruppe kommt die Gemeinde bald nicht mehr aus. Spätestens ab September 2026 soll daher eine zweite Gruppe für Entlastung sorgen.
Eingebunden in diese Entscheidung waren die Kindergartenleitung, die Volksschuldirektion und die Antauer Jugend, auch im Gemeinderat herrschte parteiübergreifender Konsens. Die Gemeinde plant, den alten Jugendraum im „alten Gemeindeamt“ zu einem Kinderkrippenraum umzubauen. „Wir wollen allen Antauer Kindern einen Platz bieten!“, hält ÖVP-Bürgermeister Frank Wiemer fest.
Der jetzige Krippenraum soll künftig Platz für eine zweite Kindergartengruppe bieten. Wo ein neuer Raum für die Antauer Jugend entstehen wird, ist derzeit noch nicht klar. „Wir suchen gerade eine Alternative und führen Gespräche“, so Wiemer. Frank Wiemer. Nach den entsprechenden Bewilligungsverfahren sollen die Umbauarbeiten jedenfalls in den Sommerferien 2026 erfolgen. Bis zum Start des Kindergartenjahres 2026/2027 soll die Erweiterung abgeschlossen sein, sodass die Betreuung künftig in zwei Kindergartengruppen und einer Kinderkrippengruppe stattfinden kann.
Mehr Kinderbetreuung heißt auch mehr Personalaufwand. Um den Ausbau zu unterstützen, werden die bestehenden Mitarbeiterstunden aufgestockt und zusätzlich wird eine Freizeitpädagogin für die schulische Tagesbetreuung eingestellt.
Laut ersten Schätzungen soll sich das Projekt auf rund 119.000 Euro belaufen. Die Kosten werden durch eine Förderung des Landes aus dem Kindergartenbauprogramm in Höhe von 79.900 Euro sowie durch 39.100 Euro aus Bedarfszuweisungsmitteln des Landeshauptmanns gedeckt. Die Umsetzung des Projekts fällt in eine finanziell herausfordernde Zeit für die Gemeinde Antau. Trotz steigender Einnahmen steht das Budget zunehmend unter Druck. Die Gemeinde muss daher erste Konsolidierungsmaßnahmen setzen und erstmals auf einen Kassenkredit zurückgreifen. Umso wichtiger sind die Förderungen, die die Umsetzung des Kinderbetreuungsprojekts überhaupt ermöglichen.