Klinik Oberwart hält Spitzenmedizin im Land
Feierliche Amtseinführung
Während früher Top-Mediziner:innen abwanderten, holt die Klinik Oberwart heute Spitzenkräfte ins Land und baut ihre medizinische Schlagkraft weiter aus.
Medizinischer Geschäftsführer Stephan Kriwanek, Primarius Rudolf Sigmund, Primarius Norbert Tatrai, Prim.a Birgit Janisch, Ärztliche Direktorin Veronika Matzi, Primarius Günther C. Feigl, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und der kaufmännische Geschäftsführer Franz Öller.
© LMS/Stefan Wiesinger
Es gab Zeiten, da kamen Ärzt:innen nach Oberwart, um Erfahrung zu sammeln. Wer Karriere machen wollte, zog weiter nach Wien, Graz, oder ins Ausland. Das Südburgenland galt medizinisch als Durchgangsstation. Doch dieses Bild hat sich spürbar verändert.
Der Festakt zur Einführung der neuen ärztlichen Direktorin und vier neuer Primariate in der Klinik Oberwart markiert genau diesen Wendepunkt. Heute geht es nicht mehr darum, Mediziner „von irgendwoher“ zu holen, sondern darum, Spitzenkräfte langfristig im Land zu halten und zunehmend auch jene zurückzuholen, die hier verwurzelt sind.
„Der stetige Leistungsausbau im Rahmen unserer Gesundheitsoffensive geht Hand in Hand mit hochqualifiziertem Gesundheitspersonal in allen Sparten. Nur mit gut ausgebildeten und engagierten Medizinerinnen und Medizinern können wir eine moderne, wohnortnahe Spitzenversorgung für die Bevölkerung nachhaltig sicherstellen“, ist diese Entwicklung für Landeshauptmann Hans Peter Doskozil kein Zufall.
Herzlich Willkommen geheissen wurden Veronika Matzi als ärztliche Direktorin der Klinik Oberwart. Primarius Günther C. Feigl ist Leiter der Abteilung für Minimalinvasive Neurochirurgie. Primaria Birgit Janisch ist Leiterin der mit 1. Feber neu neu gegründeten Abteilung für Innere Medizin, Gastroenterologie und Hepatologie mit Endokrinologie und Diabetologie.
Der gebürtige Oberwarter Primarius Rudolf Sigmund hat die Leitung der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Und Primarius Norbert Tatrai fungiert als Leiter des Fachschwerpunktes für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, wobei der Weg der HNO vom Fachschwerpunkt zur Vollabteilung ein großes Ziel für das Jahr 2026 ist.
Dass die Gesundheit Burgenland auf einem erfolgreichen Weg ist, zeigen die Zahlen. Waren im Jahr 2016 in der Klinik Oberwart noch elf Primariate besetzt, sind es zehn Jahre später bereits 15. Auch das ärztliche und pflegerische Personal ist deutlich gewachsen. Mehr als 100 zusätzliche Ärzt:innen und über 130 Pflegekräfte kamen seitdem dazu. Möglich wurde das nicht zuletzt durch den Neubau der Klinik und den konsequenten Ausbau medizinischer Schwerpunkte.
Ein entscheidender Faktor ist aber die Infrastruktur. Seit dem Umzug in die neue Klinik wird gezielt in modernste Medizintechnik investiert. Ein hochmoderner Photonen-CT, zwei DaVinci-Operationsroboter und die geplante Etablierung einer Herzchirurgie im Frühjahr 2026 schaffen Rahmenbedingungen, die internationale Standards erfüllen. Genau das macht Oberwart heute attraktiv – nicht nur für externe Spitzenmediziner Primarius Günter C. Feigl, der aus einem deutschen Universitätsklinikum wechselte, sondern auch für Mediziner:innen aus der Region.
„Hervorragende Mediziner:innen sind ein zentraler Erfolgsfaktor für eine moderne Klinik“, betont Landeshauptmann Doskozil. „Für Patient:innen und Patienten bedeutet dies höchste Sicherheit, modernste Behandlungsmethoden und Vertrauen in eine Versorgung auf Spitzenniveau.“
Auch die Geschäftsführung sieht den eingeschlagenen Weg bestätigt. „Mit der Bestellung von vier neuen Primariatsstellen sowie einer neuen ärztlichen Direktorin setzt die Klinik einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Zukunft“, sagt Franz Öller, kaufmännischer Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland. „Dass wir mittlerweile Ärztinnen und Ärzte aus ganz Österreich und dem benachbarten Ausland für uns begeistern können, bestätigt unseren eingeschlagenen Weg“, ergänzt der medizinische Geschäftsführer Stephan Kriwanek.