Sängerin Alarie ist das größte NÖN-Talent des Jahres 2025

Finale in Grafenwörth

Nach spannenden Castings und emotionalen Vorrunden-Entscheidungen traten die talentiertesten Teilnehmer der diesjährigen Ausgabe von „Die NÖN sucht das größte Talent“ im Landesfinale im Haus der Musik in Grafenwörth gegeneinander an.

Glückwünsche von NÖN-Chefredakteur Walter Fahrnberger (l.) und NÖN-Talente-Mastermind Andy Marek (r.) an die strahlenden Top drei: Siegerin Alissa Mörz alias Alarie (Mitte), Zweitplatzierter Stefan Prammer sowie die Drittplatzierten Larena Winkler und Isabell Willinger.

Glückwünsche von NÖN-Chefredakteur Walter Fahrnberger (l.) und NÖN-Talente-Mastermind Andy Marek (r.) an die strahlenden Top drei: Siegerin Alissa Mörz alias Alarie (Mitte), Zweitplatzierter Stefan Prammer sowie die Drittplatzierten Larena Winkler und Isabell Willinger.

© Sarah Matura

Über 800 Kandidatinnen und Kandidaten, Castings quer durch ganz Niederösterreich und am Ende steht sie ganz oben: Sängerin Alariealias Alissa Mörz.

Hier könnt ihr die spektakuläre Finalshow nochmals in voller Länge erleben:

Sportlich ist sie, das hat die ehemalige Spitzenturnerin längst bewiesen. Gemeinsam mit ihrer Schwester krönte sie sich zur österreichischen Staatsmeisterin im Kunstturnen und sammelte internationale Erfahrung bei Welt- und Europameisterschaften. Doch seit Samstagabend trägt die Mattersburgerin einen neuen Titel, der gleichzeitig der Startschuss für eine vielversprechende Musikkarriere ist: Alarie ist das NÖN-Talent 2025.

Im großen Finale im Haus der Musik in Grafenwörth setzt sich die 23-Jährige souverän durch. Auf der Bühne läuft's nicht gleich wie geplant: technische Probleme, der Albtraum aller Live-Künstlerinnen und Künstler. Doch Alarie bewahrt ihre Coolness, glänzt mit ihrem selbst komponierten Song. „Betrayed“ ist erst zwei Tage zuvor fertig geworden. „Der Papa hat gesagt: Das ist schön, spiel das“, verrät sie vor ihrem Auftritt. Und recht hat er, der Papa. „Ein super schönes Lied“, findet auch NÖN-Talente-Mastermind Andy Marek.

Weitere Platzierungen

Insgesamt treten zwölf Kandidatinnen und Kandidaten im großen Finale an. „Verlierer gibt es heute keine, weil alle haben toll abgeliefert!“, dankt Marek den Talenten, „ich bin wahnsinnig stolz auf euch! Ihr habt den Beitrag geleistet, dass das eine spannende Show war!“ Dem Lob schließt sich NÖN-Chefredakteur Walter Fahrnberger an: „So ein hohes Level. Ich war mehr als begeistert und einige Male sprachlos.“

Über 16.000 Anrufe sind eingegangen – sie machen 30 Prozent der Gesamtwertung aus, 70 Prozent liegen in den Händen der hochkarätig besetzten Jury. Die ersten fünf Plätze wurden gekürt:

Platz zwei: Stefan Prammer

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© Sarah Matura

„Ganz was anderes“ kündigt Marek bei diesem Teilnehmer an: Stefan Prammer aus Baumgarten am Tullnerfeld. Mit seiner E-Gitarre und Slashs „Anastasia“ bringt der HAK-Schüler das Haus zum Beben. „Die Finger marschieren hier auf diesen sechs Saiten, das ist unglaublich“, schließt sich Marek dem Jubel an. Als One-Man-Show überzeugt der 15-Jährige in Grafenwörth, sonst steht er auch mit seiner Band NONAGE auf der Bühne, spielt Heavy Metal und Hard Rock: „Inspiriert hat mich Angus Young von AC/DC“. Für Platz zwei gibt's eine Studioproduktion.

Platz drei: Larena Winkler und Isabell Willinger

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© Sarah Matura

Sie reizen mit ihren Hebefiguren die Höhe der Bühne fast vollständig aus: Larena Winkler, 13, und Isabell Willinger, 16, aus Waidhofen/Thaya, packen ihre Muskeln aus. Fünf Mal die Woche trainieren die Mädels, zaubern im Finale eine kraftvoll-ästhetische Akrobatik-Show auf die Matte. „Eine ganz, ganz schwere Choreografie“, meint Marek und lobt, „ihr habt das sehr, sehr gut gemacht!“ Als Preis bekommen sie drei Tage im Luxushotel.

Platz vier: Franceso Merlini

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© Sarah Matura

Ursprünglich kommt Franceso Merliniaus der italienischen Stadt Cremona, der Heimat der Stradivari. Musik ist einem da in die Wiege gelegt. „Was ist dein Talent?“, wollte Marek beim Casting wissen - erraten hätte er's nicht. Der 18-jährige Schwechater komponiert Filmmusik. „Stellen Sie sich vor, Sie schauen sich einen Film im Kino an, da ist Land, da ist Meer zu sehen“, leitet Marek den Auftritt ein. Und die Klänge entführen tatsächlich in die Weite. Morgentau und die Gezeiten der Seele heißen die Stücke, die der begnadete Musiker am Klavier zum Besten gibt, begleitet von Filippo, einem guten Freund. Der vierte Platz beschert dem Talent eine Partymaschine.

Platz fünf: Barbara Savic

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© Sarah Matura

Mit ihrer Musik willBarbara Savic, 28, Menschen inspirieren. Die St. Pöltnerin betont: Die große Bühne ist ihr Lieblingsplatz. Und das merkt man ihr an. Eigentlich Elementarpädagogin will sie nun zum Plan A zurück, der Musik. Komponiert selbst und präsentiert ihr eigenes Lied „Honey“, also „Liebling“, den sie liebestrunken zum Tanz auffordert. Marek: „Ins Studio, das gehört aufgenommen! Ich gratuliere dir!“ Nicht nur ins Studio geht's für die Fünftplatzierte, sondern mit dem gewonnen Festivalpass wahlweise auch auf's Frequency oder Nova Rock.

Die weiteren Kandidatinnen und Kandidaten

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© Sarah Matura

Das Gesangstalent hat sie vom Papa geerbt: „Ich bin froh darüber, weil ich wüsste sonst nicht, was ich machen soll“, sagt Nicole Köberl, Restaurantfachfrau in Ausbildung aus Langenlois. Die 17-Jährige kennt die Bühne, ist nicht zum ersten Mal im Finale der NÖN-Talente-Show. Das anfängliche Lampenfieber verfliegt mit den ersten Takten, „Always remember us this way“ von Lady Gaga sitzt. „Das war richtig gut“, lobt Marek.

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© Sarah Matura

Im Halbfinale war es „The Show Must Go On“ von Queen. Und im Finale? „One Moment in Time“ von Whitney Houston: Mariella Siedler aus Reichersdorf (Bezirk St. Pölten) scheut die ganz großen Namen nicht. Im Gegenteil: Sie kann mithalten, findet auch Marek: „15 Jahre jung und die peitscht da eine Whitney Houston raus. Großartig!“ Der Riesentraum der jungen Sängerin: „Auf großer Bühne zu stehen, mit tollem Publikum, in einem wunderschönen Kleid.“ Und genau dieser Wunsch ist - eine Woche nach dem 15. Geburtstag - im Haus der Musik eindrucksvoll in Erfüllung gegangen.

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© Sarah Matura

Gleich vorweg: „Mit den Kleinen sing ich ganz andere Dinge“, schmunzelt Barbara Scholler, Elementarpädagogin aus Zeillern (Bezirk Amstetten). Auf der Bühne zeigt die 40-Jährige - natürlich passend in roter Lederjacke und Stiefeln -, dass eine echte Rockröhre in ihr steckt. Gemeinsam mit Bandkollegen Patrick performt sie „Mercy“ von Duffy. „Ich bin vor einem Monat 40 geworden und wollte wissen, was da noch geht“, meint die Mutter zweier Töchter und teasert: „Jetzt wird gerockt!“ Der Applaus bestätigt: Versprechen gehalten!

Bürgermeister spendieren Bus

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© Sarah Matura

Die Dorflegenden, das sind Jakob Resel (14), Benedikt Schrabauer (12), Samuel Resel (12) und Michael Riedl (12) aus St. Leonhard am Forst und Zelking-Matzleinsdorf (Bezirk Melk). Sie kommen nicht nur mit massig Gepäck - zwei steirische Harmonikas, eine Posaune und einer ordentlichen Portion spitzbübischem Charme -, sondern auch mit vielen Unterstützerinnen und Unterstützern: Die Bürgermeister ihrer Gemeinden haben je einen Bus für die Fangruppen gesponsert. Und dafür gibt's nochmal extra Werbung für die Heimat-Ortschaften: „Wir kommen aus LA. Das steht für Lehenleiten und Altenhofen“. Der Name erklärt sich ebenso unkompliziert: „Wir wohnen in einem Dorf und unser Coach ist eine Legende.“ Mit einem Bierzelt-tauglichen Medley - von Brenna tuats guat über Wackelkontakt bis zu Narcotic - heizen sie dem Publikum so richtig ein. „Da steppt der Bär“, so Marek.

Sängerin Alarie ist das größte NÖN-Talent des Jahres 2025

© Sarah Matura

Musical, das ist genau seines: Das hat Emil Petersson aus Gablitz schon früh gewusst. Der Gymnasiast, mit Schwerpunkt Kunst und Kultur, singt „Dies ist die Stunde“ aus Jekyll and Hyde: „Ich muss ins Wagnis rein, nicht mehr zögernd sein! Nun steht's für mich fest: diese gold'ne Chance.“ Die hat der 16-Jährige genutzt. „Sehr gut gemacht“, würdigt Marek.

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© Sarah Matura

Die beiden jüngsten Teilnehmenden sind Laura Osezua, 11, und Samuel Fial, 10, gemeinsam: LASAM. „Beim Casting habe ich mir gedacht: Wird das was zu zweit?“, gibt Marek ehrlich zu - wird aber schnell eines Besseren belehrt: Das Duo tanzt Hip Hop, zeigt, was es drauf hat: eine ausgefallene Choreografie und Bühnenpräsenz wie die Großen. Auch ein runterfallendes Bandanas-Tuch bringt die beiden nicht aus der Ruhe. Marek: „Ihr seid 100 Prozent talentiert. Ihr studiert immer was Neues ein - Wahnsinn. Ich beneide euch: Erstens weil ihr so gut tanzen könnte und zweitens wegen eurer Haare.“

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© Sarah Matura

Gut tanzen ist das Stichwort: Das kann auch Carina Reiter aus Maria Enzersdorf. Die Zwölfjährige vereint Jazz und rhythmische Gymnastik, dreht ihre Räder, macht Spagat. Und alles mit einem Lächeln auf den Lippen: „Du bist ein Konditionswunder“, ist Marek beeindruckt. Fürs Finale hat sich die junge Tanz-Akrobatin eine ganz neue Routine überlegt. Kein Problem für einen echten Profi: Mit zwei Jahren hat sie Ballett begonnen, mit vier Akrobatik.