Sicher und beschwingt in den Frühling: Profi-Tipps von Zweirad Rainer

Fit für die Radsaison

Damit der Start in die neue Rad-Frühjahrssaison reibungslos gelingt und die Sicherheit nicht zu kurz kommt, hat Fahrrad-Experte Dietmar Rainer vom Traditionsbetrieb Zweirad Rainer aus Oberpullendorf die wichtigsten Tipps für den perfekten Frühlingscheck zusammengefasst.

70 Jahre Zweirad-Kompetenz. Seit sieben Jahrzehnten steht der Traditionsbetrieb in Oberpullendorf für verlässlichen Service. Inhaber Dietmar Rainer berät rund um Fahrrad, E-Bike und Zubehör.

70 Jahre Zweirad-Kompetenz. Seit sieben Jahrzehnten steht der Traditionsbetrieb in Oberpullendorf für verlässlichen Service. Inhaber Dietmar Rainer berät rund um Fahrrad, E-Bike und Zubehör.

© BVZ_dd

Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken die Menschen im Mittelburgenland wieder nach draußen, und was gibt es Schöneres, als die Natur rund um Oberpullendorf auf zwei Rädern zu erkunden? Vor der ersten großen Ausfahrt gilt es, das Fahrrad gründlich unter die Lupe zu nehmen.

Für einen sicheren Start in die neue Fahrradsaison ist ein gründlicher Vorab-Check des eigenen Rads unerlässlich. Ein genauer Blick sollte dabei zuerst auf die Bereifung fallen: Sind die Reifen spröde, porös oder weisen sie Gewebeschäden auf, müssen sie ausgetauscht werden. Da Reifen über die Wintermonate ganz natürlich Luft verlieren, gehört das Aufpumpen zum Pflichtprogramm vor der ersten Fahrt. „Dass Reifen über den Winter Luft verlieren, ist völlig normal. Auch während der Saison sollte man etwa einmal im Monat ein wenig nachpumpen“, erklärt Fachhändler Dietmar Rainer aus Oberpullendorf. Ebenso wichtig ist der Antrieb: Nur wenn die Kette sauber und gut geölt ist, funktioniert die Schaltung einwandfrei. Das sorgt nicht nur für ungetrübten Fahrspaß, sondern verhindert auch unnötigen Verschleiß. Bevor es schließlich auf die Straße geht, empfiehlt der Experte eine kurze Testrunde auf einem ruhigen Platz ohne Verkehr, um Bremsen, Schaltung und das allgemeine Fahrgefühl sicher zu überprüfen.

Besondere Aufmerksamkeit verlangen E-Bikes, vor allem beim Thema Akku-Sicherheit. Da sich die verschiedenen Systeme auf dem Markt stark unterscheiden, gibt es keine pauschale Regel. Als bester Grundsatz gilt jedoch, den Akku vor der allerersten Ausfahrt vollständig aufzuladen. Während moderne High-End-Systeme von Herstellern wie Bosch oder Shimano sehr unkompliziert sind und jederzeit unabhängig vom Ladestand geladen werden können, erfordern andere Akkus mehr Vorsicht. „Bei günstigeren Akkusystemen muss man vorsichtiger sein. Manche müssen im Winter regelmäßig nachgeladen werden, andere sollte man vor dem nächsten Laden komplett leerfahren“, gibt Dietmar Rainer zu bedenken. Ein Blick in die jeweilige Bedienungsanleitung schützt hier vor Fehlern und verlängert die Lebensdauer des Akkus spürbar.

Dass die Begeisterung für das Zweirad ungebrochen ist, zeigt sich auch im Alltag des Fachbetriebs Zweirad Rainer, der heuer sein 70-jähriges Bestehen feiert. Die Kundschaft in der Region ist dabei so vielfältig wie das Angebot selbst: Von Jung bis Alt reicht die Nachfrage von klassischen Mountainbikes und Trekkingrädern über moderne E-Bikes bis hin zu traditionellen Fahrrädern ohne Motor. Ein Trend zeichnet sich laut dem Inhaber jedoch ganz deutlich ab: „Der Weg geht immer mehr hin zum E-Trekkingrad und zum gemütlichen Genussradln. Die Menschen wollen die Natur komfortabel und entspannt erleben.“

Für unbeschwerte Touren gehört auch die passende Ausrüstung in die Fahrradtasche, um bei kleineren Pannen unterwegs schnell reagieren zu können. Ein kompaktes Multitool oder etwas Basiswerkzeug sowie ein Pannenspray leisten bei schnellen Reifenreparaturen gute Dienste. Wer etwas mehr Stauraum zur Verfügung hat, ist mit einem Reserveschlauch, Reifenhebern und einer Minipumpe für alle Eventualitäten bestens gerüstet.

Als perfektes Ziel für die nächste Ausfahrt bietet sich eine abwechslungsreiche Runde direkt in der Region an. Eine von Dietmar Rainer besonders empfohlene Lieblingsroute führt einmal rund um Oberpullendorf: Vom Lagerhaus geht es über die Tannenäcker und die Firma Zechmeister zum Sportplatz Oberpullendorf. Vorbei am Sporthotel Kurz führt der Weg weiter über den Steinbruch zum Landeskrankenhaus (LKH), entlang des Gaberling zum Sportplatz Mitterpullendorf und schließlich über die Firma Kroschu wieder zurück zum Ausgangspunkt am Lagerhaus.