Maul- und Klauenseuche in Ungarn: Burgenland fordert Grenzkontrollen

Fleischeinfuhr verboten

Nach dem bestätigten Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Ungarn spricht sich die burgenländische Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne) für Grenzkontrollen aus, um Verbote wirksam kontrollieren zu können.

Burgenland fordert Grenzkontrollen (Symbolbild)

Burgenland fordert Grenzkontrollen (Symbolbild)

© APA/ERNST WEISS, ERNST WEISS

Vier Gemeinden im Bezirk Neusiedl am See befinden sich aktuell in der Überwachungszone. Eine Beobachtungszone, in der Stichproben genommen werden, umfasst die Bezirke Neusiedl, Eisenstadt Umgebung, Mattersburg und Oberpullendorf sowie Eisenstadt.

Die Einfuhr von Tieren und Frischfleisch aus der Slowakei und Ungarn ist seit Donnerstag verboten. Für Haider-Wallner ist diese Maßnahme „überfällig“: „Der Bund muss endlich auch Grenzkontrollen einführen, um die Verbote wirksam zu kontrollieren“, forderte sie und sieht sich hier einer Meinung mit dem niederösterreichischen Amtskollegen Stephan Pernkopf (ÖVP). „Wir brauchen dringend Grenzkontrollen, damit keine Tiere oder Fleisch eingeführt werden. Es ist völlig unverständlich, dass das Innenministerium hier zögert“, kritisierte Haider-Wallner.

Fakt ist: Grenzkontrollen zu Tschechien und Slowakei werden seit Herbst 2023 durchgeführt – zu Ungarn bereits seit dem Herbst 2015.

Im Bezirk Neusiedl am See erklärte das Gesundheitsministerium die vier Gemeinden Deutsch Jahrndorf, Mönchhof, Nickelsdorf und Halbturn zur Überwachungszone. In dieser werden sämtliche Betriebe durch die Veterinärbehörden überprüft und die darin gehaltenen Paarhufer beprobt, hieß es in einer Aussendung. In Österreich gibt es bisher keine Fälle.