Für Vereine: Mehr Autonomie für Gemeinden
Forderung
Die SPORTUNION Burgenland und die Initiative „Rettet die Vereinsfeste“ fordern mit einem gemeinsamen 4-Punkte-Plan mehr finanzielle Unabhängigkeit und Handlungsspielraum für Gemeinden, um das Vereins- und Sportleben zu sichern.
Sportunion Präsidentin Karin Ofner mit Sascha Krikler von der Initiative „Rettet die Vereinsfeste“
© Sportunion Burgenland
Viele Gemeinden kämpfen mit sinkenden Einnahmen, steigenden Ausgaben und engen Budgets. Diese Belastung trifft auch das Vereinswesen, das im Burgenland für Zusammenhalt, Gesundheit und Lebensqualität sorgt. Die SPORTUNION Burgenland und die von Sascha Krikler aus Jois gegründete Bürgerinitiative „Rettet die Vereinsfeste“ (RDV) sehen deshalb dringenden Reformbedarf. Sie betonen, dass starke Gemeinden die Voraussetzung für ein starkes Vereinsleben sind.
„Unsere Vereine sind das Rückgrat des gesellschaftlichen Lebens. Sie bringen Kinder in Bewegung, ermöglichen Begegnungen zwischen den Generationen und tragen wesentlich zur Gesundheit im Land bei“, sagt Karin Ofner, Präsidentin der SPORTUNION Burgenland. Gemeinden seien die größten Sportförderer Österreichs und bräuchten mehr finanzielle Autonomie, um auch künftig Sportstätten und Vereinsprojekte erhalten zu können.
Um das zu erreichen, schlagen SPORTUNION und RDV einen 4-Punkte-Plan vor: Erstens soll ein Infrastruktur-Soforthilfepaket die Gemeindehaushalte für 2026 stabilisieren und damit auch Vereinen zugutekommen. Zweitens sollen Gemeinden einen fixen Prozentsatz an Ertragsanteilen erhalten, um Planungssicherheit zu schaffen. Drittens fordern die Initiativen eine Transparenzdatenbank für Förderungen, um Gleichbehandlung zu sichern und politische Einflussnahme zu verhindern. Viertens brauche es mehr Gemeindeautonomie durch eine Verwaltungsreform. Um mehr Planungssicherheit und finanzielle Unabhängigkeit für das Vereinsleben zu schaffen, sollten die Gemeinden nachhaltig gestärkt werden
Sascha Krikler betont: „Im Burgenland sorgen rund 4.900 engagierte Vereine für Aktivitäten, Zusammenhalt und Lebensqualität. Doch durch die schwierige Finanzsituation geraten diese Strukturen zunehmend unter Druck.“