Geplantes Pumpwerk: (Noch) Kein Protest von Gemeinde Lockenhaus

FPÖ-Antrag im Gemeinderat

Der FPÖ-Antrag wurde mit Stimmen von SPÖ und ÖVP mehrheitlich abgelehnt.

Geplantes Pumpwerk: (Noch) Kein Protest von Gemeinde Lockenhaus

© BVZ-Archiv

Die im Zukunftsplan des Landes angeführte „Evaluierung der Errichtung eines Pumpkraftwerks am Geschriebenstein" beschäftigte nach dem Landtag nun auch den Lockenhauser Gemeinderat. FPÖ-Mandatar Sandro Waldmann brachte diesbezüglich folgenden Antrag ein: "Der Gemeinderat fordert den Bürgermeister auf, sich für den Schutz des Naturparks einzusetzen und gegenüber dem Land klarzustellen, dass die Gemeinde Lockenhaus dieses Projekt ablehnt." Der Antrag wurde mit Gegenstimmen und Stimmenthaltungen von SPÖ und ÖVP bei nur einer Ja-Stimme von der FPÖ mehrheitlich abgelehnt. Bürgermeister Michael Kefeder (SPÖ) führte dazu aus, dass es aktuell noch zu wenig Daten gibt. “Wenn etwas Konkretes am Tisch liegt, kann ich sagen, ich bin dafür oder dagegen", so Kefeder. Und SPÖ-Gemeindevorstand Ernst Dorner, seines Zeichens Obmann vom Wasserverband Lockenhaus und Umgebung, ergänzte: "Vom WAVL werden wir ein Auge darauf haben, was hier genau geplant ist. Momentan weiß man noch gar nichts, also wogegen will man sein?"

Rechnungsabschluss und Haushaltskonsolidierung

Mit einer Gegenstimme von FPÖ-Gemeinderat Sandro Waldmann wurde dann der Rechnungsabschluss 2024 mit einem Nettoergebnis von -283.710,71 Euro und einem Geldfluss aus der voranschlagswirksamen Gebarung von -468.658,96 Euro beschlossen. Das Minus liege unter anderem daran dass man zugesagte Förderungen in der Gesamthöhe von 180.000 Euro noch nicht bekommen habe, 100.000 Euro für Grundankäufe und damit die Schaffung von Vermögen ausgegeben wurden und die Lohnerhöhung die Annahmen zum Zeitpunkt der Voranschlagserstellung noch übertroffen haben.

Wie viele andere Gemeinden wurde auch die Gemeinde Lockenhaus seitens des Landes dazu angehalten ein Haushaltskonsolidierungskonzept zu erstellen, da der Voranschlag 2025 zeige, dass der Finanzierungsbedarf der Gemeinde durch die vorhandenen liquiden Mittel nicht abgedeckt werden kann. Laut Budgetvorschau für das Jahr 2025 stehen der Gemeinde im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 511.600 Euro weniger an Ertragsanteilen zur Verfügung,