Gerald-Mader-Stipendium startet auf Burg Schlaining
Friedensforschung
Das Land Burgenland ruft am Friedenszentrum Schlaining ein neues Forschungsstipendium ins Leben. Mit dem „Gerald Mader Fellowship“ soll die wissenschaftliche Arbeit im Bereich Friedens- und Konfliktforschung weiter gestärkt werden.
Standortleiter Norbert Darabos, Landesrat Leonhard Schneemann und Direktor Tobias Lang präsentierten das „Gerald Mader Fellowship“ auf Burg Schlaining.
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Ausgangspunkt ist natürlich auch die aktuelle internationale Lage. Kriege und Konflikte zeigen, wie fragil Frieden und Sicherheit geworden sind. „Wir stärken damit gezielt die wissenschaftliche Exzellenz am Standort in Schlaining. Forschung im Bereich Frieden und Konflikt sind heute sicherheitspolitisch relevant, gesellschaftspolitisch notwendig und demokratiepolitisch unverzichtbar“, sieht Landesrat Leonhard Schneemann darin einen klaren Auftrag für Forschung und Dialog.
Das Fellowship erinnert an Gerald Mader, den Gründer des Friedenszentrums Schlaining. Mit der Initiative soll sein Ansatz weitergeführt werden und inhaltlich konzentriert sich das Programm auf drei Forschungsbereiche: Friedens- und Antisemitismusforschung, Friedens- und Antirassismusforschung mit Schwerpunkt Volksgruppen sowie internationale Friedens- und Konfliktforschung.
Stipendien stärken Forschung vor Ort
Das Austrian Centre for Peace vergibt im Auftrag des Landes zwei Stipendien mit einer Laufzeit von jeweils sechs Monaten. „Wir wollen damit vor allem den Forschungsstandort in Schlaining sowie im Burgenland stärken. Wir werden den zwei Studenten auch einen Arbeitsplatz in Schlaining zur Verfügung stellen. Um für das Stipendium zum Zuge zu kommen, muss natürlich ein Burgenland-Bezug vorhanden sein“, erklärt Direktor Tobias Lang.
Auch Präsident und Standortleiter Norbert Darabos betont die Bedeutung der Initiative: „Wir wollen mit dem Fellowship ein Zeichen setzen, und den eingeschlagenen Weg von Gerald Mader fortsetzen.“
Die Ausschreibung wurde gestartet und läuft bis 30. April. Der Beginn der Stipendien ist für 1. September vorgesehen. Insgesamt stehen dafür 15.000 Euro zur Verfügung. „Damit investieren wir gezielt in junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit zentralen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft auseinandersetzen“, sagt Leonhard Schneemann.
Gerald Mader (1926–2019) gründete das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung in Stadtschlaining im Jahr 1982. Damit entwickelte sich das Südburgenland zu einem international bekannten Standort für Friedens- und Konfliktforschung.