Nach Eulentötung: PETA setzt 1.000 Euro Belohnung aus
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Die BVZ berichtete gestern nach einer Meldung von BirdLife über die Tötung zweier geschützter Waldohreulen in St. Andrä am Zicksee. Nun reagiert die Tierschutzorganisation PETA und setzt eine Belohnung für Hinweise aus. Ziel ist es, die bislang unbekannten Täterinnen oder Täter auszuforschen.
© BirdLife Österreich
Wie BirdLife Österreich mitteilte, wurden die Tiere bereits Ende November 2025 tot aufgefunden. Röntgenbilder zeigten später, dass beide Eulen mit Schrot erschossen wurden.
Die Untersuchung der Tiere brachte deutliche Hinweise auf Fremdeinwirkung. Eine der Waldohreulen wies mehr als 50 Schrotkugeln im Kopfbereich auf. Beim zweiten Tier fanden sich Schrotkörner im Flügel und im Bein sowie mehrere Knochenbrüche. Waldohreulen zählen zu den geschützten Vogelarten im Burgenland. Das Einfangen und Töten ist verboten.
BirdLife Österreich erstattete Anzeige gegen Unbekannt wegen Tierquälerei gemäß § 222 des Strafgesetzbuches sowie wegen Verstößen gegen das burgenländische Jagdgesetz. Die Organisation sieht den Fall als weiteren Beleg für Wildtierkriminalität im Bezirk Neusiedl am See.
Nach der Berichterstattung schaltete sich nun auch die Tierschutzorganisation PETA – People for the Ethical Treatment of Animals – ein. PETA setzt eine Belohnung von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Überführung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Hinweise können bei der Polizei oder direkt bei PETA gemeldet werden, auch anonym.
„Mit unserer Belohnungsauslobung möchten wir helfen aufzuklären, wer die Eulen so grauenvoll getötet hat“, sagt Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Der oder die Täter müssen umgehend ermittelt werden. Wer wehrlose Tiere quält, schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück. PETA fordert außerdem harte Strafen für Tierquäler, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen.“
Der Vorfall reiht sich in eine Serie gemeldeter Fälle ein. Allein 2025 wurden BirdLife im Bezirk Neusiedl am See unter anderem zwei erschossene Mäusebussarde, mehrere Greifvogelfallen sowie der Einsatz eines lebenden Vogels als Köder gemeldet. In den vergangenen Jahren waren auch streng geschützte Arten wie Kaiseradler oder Kornweihe betroffen.
Die Ermittlungen im aktuellen Fall laufen. Ob die ausgesetzte Belohnung neue Hinweise bringt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.