Das Burgenland will ein neues MRT-Gerät: Kampf um Kassenvertrag
Für kürzere Wartezeiten
Gesundheit Burgenland will ein zusätzliches MRT-Gerät auf Kassenbasis, ebenso private Ambulatorien. Die ÖGK sieht den Bedarf nicht gegeben und wartet selbst auf die Vorgaben der Zielsteuerungskommission. Die Wartezeiten sind mittlerweile aber auch für Patientinnen und Patienten lang. Immerhin besteht auf beiden Seiten Gesprächsbereitschaft für einen weiteren Kassenvertrag.
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Zwischen drei und zwölf Wochen liegen die Wartezeiten für die MRT-Untersuchung in einer burgenländischen Klinik mittlerweile. Unter anderem hängt die Verfügbarkeit davon ab, ob bei der verordneten Untersuchung ein Kontrastmittel nötig ist, was den (Personal-)Aufwand erhöht. Und die Wartezeit hängt unmittelbar mit der steigenden Nachfrage zusammen.
Die wird in nächster Zukunft auch nicht zurückgehen, sind sich neben den Gesundheitsmanagern auch Ärztinnen und Ärzte sicher. Eine Magnetresonanz-Tomographie wird in vielen Fällen eingesetzt, geht es doch ums rasche Erkennen von Erkrankungen. Zu den fünf Geräten mit Kassenvertrag – in den Spitälern in Kittsee, Eisenstadt, Oberwart und Güssing sowie in einem privaten Institut in Neusiedl am See – will das Burgenland ein sechstes installieren.
Man würde das Gerät vonseiten der Gesundheit Burgenland auch selbst finanzieren, nicht zuletzt, um die Wartezeiten zu verkürzen. Auch so manches private Ambulatorium würde (zusätzlich) gerne eine MRT-Untersuchung „auf Kasse“ bieten, scheitern aber ebenfalls an einer Zusage.
Großgeräteplan sieht derzeit fünf Geräte vor
Seitens der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) wird auf BVZ-Anfrage einerseits auf den sogenannten Großgeräteplan hingewiesen, der die Geräte-Abdeckung im Fünf-Jahres-Rhythmus bundesweit festlegt. Andererseits stehe man „Kooperationsgeräten grundsätzlich positiv gegenüber“, heißt es in der ÖGK, müsse aber ebenso die Entscheidungen der Bundes-Zielsteuerungskommission abwarten.
Der Großgeräteplan im Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) sieht in der derzeitig gültigen Version fünf MRT-Geräte im Burgenland vor, die werden, wie eingangs erwähnt, auch voll betrieben. Durch Abrechnungsvereinbarungen für die vier intramuralen Geräte an den Spitälern sei „der Zugang für ambulante Patientinnen und Patienten sichergestellt“, so die ÖGK.
Mit Nachdruck ... und Gesprächsbereitschaft
Aus Sicht der Kasse seien „die Wartezeiten für MRT-Termine in Österreich unterschiedlich und schwanken stark“. Ein Ziel der ÖGK sei es, „die Suche nach dem nächsten freien Termin im Umkreis zu vereinfachen“. Direkter klingt da die Forderung von SPÖ-Klubobmann Roland Fürst, der sich gegen eine „MRT-Termin-Shopping-Tour“ für Patientinnen und Patienten verwehrt.
„Laut Gesetz sollten die Wartezeiten drei Wochen sein, nicht länger. Ein zusätzliches MRT-Gerät mit Kassenvertrag muss rasch her, am besten in jene Region, wo es noch keines gibt, nämlich in die Klinik Oberpullendorf“, so Fürst. Auch die Ärztekammer würde ein zusätzliches Kassen-MRT begrüßen, wird auf BVZ-Anfrage bestätigt. Was den Standort angeht, will man sich nicht auf Spitäler allein festlegen.
Vonseiten der Gesundheit Burgenland zeigen sich der kaufmännische Geschäftsführer Franz Öller und Co. nach wie vor gesprächsbereit, von der Forderung geht man aber nicht runter. Gesprächsbereitschaft signalisiert auch die ÖGK, zusammenfinden müssen die beiden Seiten aber zeitnahe.