Realitätsnahe Übung: Feuerwehren trainierten am Truppenübungsplatz

Für Vegetatiosnbrände

Die burgenländischen Feuerwehren haben am Truppenübungsplatz Bruckneudorf eine groß angelegte Übung zur Bekämpfung von Vegetations- und Waldbränden absolviert. Die Schulung richtete sich an Führungskräfte aus allen Bezirken und setzte auf realen Feuereinsatz. Sie soll die Ausbildung vereinheitlichen und die Feuerwehren auf künftige Herausforderungen vorbereiten.

Die Feuerwehr konnte am Truppenübungplatz unter realistischen Bedingungen die Bekämpfung eines Flurbands üben.

Die Feuerwehr konnte am Truppenübungplatz unter realistischen Bedingungen die Bekämpfung eines Flurbands üben.

© Markus Ziegler

Im Sommer 2025 standen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner im Burgenland häufig vor glimmenden Waldböden und ausgedörrten Böschungen. Wochenlange Trockenphasen und ungewöhnlich hohe Temperaturen erhöhten die Brandgefahr, besonders in den Monaten Juli und August. Vegetationsbrände häuften sich.

Die Feuerwehren reagieren darauf mit gezielten Maßnahmen. Spezielle Übungen zur Bekämpfung von Flur- und Waldbränden sollen sicherstellen, dass Einsatzkräfte auch unter den Bedingungen des Klimawandels rasch und wirksam handeln können.

Am 28. Februar führte das Landesfeuerwehrkommando am Truppenübungsplatz Bruckneudorf eine landesweite Schulung zur Vegetationsbrandbekämpfung durch. Brandrat Jürgen Lang leitete die Ausbildung für Führungskräfte aus dem gesamten Burgenland. Die Freiwillige Feuerwehr Bruckneudorf übernahm die Organisation vor Ort, unterstützt von Bediensteten des heereseigenen Brandschutzzuges des Truppenübungsplatzes.

Durch die Nutzung des dortigen Brandübungsplatzes konnten Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner unter der Leitung von Abschnittsbrandinspektor Hannes Kampel mit echtem Feuer arbeiten. Die Bedingungen entsprachen jenen, die bei Wald- und Flurbränden auftreten. Diese Praxis sei entscheidend, um wirksam auf die zunehmenden Herausforderungen reagieren zu können.

Neben dem realen Brandgeschehen durchliefen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwei weitere Stationen. Dazu gehörte die anlassbezogene Anlage von Brandschutzstreifen im Wald sowie der effiziente Einsatz von Löschgeräten in schwierigem Gelände. Die Ausbildung zielte darauf ab, Abläufe zu vereinheitlichen und das Wissen für weitere Schulungen in den Bezirken aufzubereiten.

Die Verantwortlichen betonten, dass damit die Grundlage für eine dezentrale Ausbildung aller Feuerwehrleute geschaffen werde. Die Feuerwehren sollen künftig landesweit nach denselben Grundsätzen handeln können, wenn Vegetationsbrände auftreten.

Markus Ziegler, Kommandant des Truppenübungsplatzes, hob die Bedeutung der Kooperation mit den Feuerwehren hervor. Großschadensereignisse seien nur gemeinsam bewältigbar, sagte er. Ebenso sei es wichtig, dass die grundlegenden Prinzipien der Vegetationsbrandbekämpfung in allen Feuerwehren verankert seien.

Ziegler erklärte: „Der Truppenübungsplatz dient grundsätzlich dazu, dass die Soldaten Trainingsmöglichkeiten haben, sich auf zukünftige erwartbare Einsätze bestmöglich und einsatznahe vorbereiten zu können. Selbiges gilt für den Brandschutz und die Feuerwehren. Nur wer realitätsnahe üben kann, ist in der Lage, in Stresssituationen im Einsatz richtig zu handeln.“

Die Zusammenarbeit zwischen dem Truppenübungsplatz und den Feuerwehren besteht seit Jahren. Sie soll fortgesetzt werden, um den Schutz der Bevölkerung bei Großschadensereignissen weiter zu verbessern.