Plan der „neuen“ FPÖ: Gemeindegasthaus für die Mattersburger
Gastro
Geht es nach der FPÖ Mattersburg, so soll ein Gemeindegasthaus umgesetzt werden. Der MABU ist dem designierten Stadtparteiobmann Sascha Gerdenitsch ein Dorn im Auge.
Landesparteiobmann Alexander Petschnig, der designierte Gemeinderat Bernd Zezelitsch, der designierte Stadtparteiobmann Sascha Gerdenitsch und der designierte Bezirksobmann Robert Perger im Rahmen der Pressekonferenz.
© Richard Vogler
Die BVZ berichtete kürzlich von der Nachbesetzung der FPÖ-nahen Liste „Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg“. Bernd Zezelitsch, Sonja Berger und Markus Mrkonjic werden am 9. Dezember im Mattersburger Gemeinderat angelobt. Als Ersatz-Gemeinderat wird Anna Schürausz fungieren.
Bei der Pressekonferenz ging FPÖ-Landesparteiobmann Alexander Petschnig auch auf jenen Umstand ein, wonach die drei Mandate rund neun Monate im Gemeinderat unbesetzt waren.
Petschnig ortete die Versäumnisse bei der Bezirkswahlbehörde. „Wenn ein Gemeinderat zurücktritt, muss die Bezirkswahlbehörde tätig werden. Der Prozess ist jedoch ziemlich gestockt.“
Dies wird von Seiten des Landespressedienstes dementiert: „Es ist unzutreffend, dass die BH Mattersburg die lange Dauer bis zur Bestellung der neuen Gemeinderatsmitglieder zu vertreten hat. Ursache der Verzögerung waren vielmehr organisatorische Abläufe innerhalb der Ortspartei. Wir haben sowohl die Behördenarbeit als auch die Kommunikation mit den Verantwortlichen der Ortspartei sorgfältig dokumentiert“, so der Landespressedienst in einer Stellungnahme. Fakt ist auf jeden Fall, dass einige Monate vergangen waren und erst mit der „Neubestellung“ des designierten FPÖ-Stadtparteibomannes Sascha Gerdenitsch Ende August wirklich der Stein ins Rollen kam.
Petschnig ordnet die Neugründung als deutliches Signal ein: „Die Menschen haben Anspruch auf eine Stadtpolitik, die arbeitet und nicht bloß verwaltet. Sie wollen Transparenz, Verlässlichkeit und eine Führung, die Probleme löst statt sie hinter verschlossenen Türen zu verschleppen.“ Fordernung nach einem Gemeindegasthaus Weiters will man bürgernahe Entscheidungen und eine wirtschaftliche Revitalisierung der Innenstadt.
Bei der Wirtschaft will Zezelitsch im konkreten in der Gastronomie ansetzen: „Lokale sind immens wichtig für die Bevölkerung. Mattersburg braucht ein Gemeindegasthaus. Das Cafe Judith zum Beispiel steht leer.“
Stichwort Bürgernähe: „Einmal pro Monat soll ein Bürgerstammtisch veranstaltet werden“, hielt Gerdenitsch fest. Die erste Veranstlatung der Mattersburger FPÖ geht auch noch heuer über die Bühne. Am 29. Dezember (10 bis 16 Uhr) lädt man vor dem ehemaligen MEZ zu Glühwein und Punsch.
Nicht mit Kritik sparte Gerdenitsch am Mattersburger Stadtbus „MABU“. „Er kostet pro Jahr rund 330.000 Euro, ist jedoch zu einem Großteil unbesetzt. Taxiugutscheine wären eine bessere Alternative. So wäre viel Geld frei, das für andere Projekte aufgewendet werden könnte.“
Bei der Pressekonferenz war auch der Neudörfler Robert Perger, seines Zeichens Bezirksobmannstellvertreter der FPÖ, vor Ort. Er ist nun der designierte Bezirksobmann. „Marco Szodl, aktuell noch Bezirksobmann, hat seine Tätigkeit aus besundeheitlichen Gründen eingestellt“, erläuterte Perger.