Café Erika übersiedelt von Eisenstadt nach Pöttelsdorf

Gastronomie

Nach fast drei Jahrzehnten in Eisenstadt steht für das Café Erika ein großer Schritt bevor: Das Lokal in der Mattersburger Straße wird geschlossen, im September soll im Industriepark in Pöttelsdorf ein neuer Standort eröffnet werden.

Nach 28 Jahren Geschichte wird das Café Erika in Eisenstadt nun leer stehen.

Nach 28 Jahren Geschichte wird das Café Erika in Eisenstadt nun leer stehen.

© zVg

Gegründet wurde das Café Erika am 1. April 1998 von Erika Irina Balogh. Die gebürtige Ungarin kam 1990 gemeinsam mit ihrer Familie nach Österreich. Zunächst arbeitete sie als Kellnerin, ehe sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Ihr Sohn Janos blickt mit großem Stolz auf die Geschichte seiner Mutter zurück. „Sie hat das Café als Frau und als jemand, der aus dem Ausland nach Österreich gekommen ist, ganz alleine aufgebaut“, erzählt er im Gespräch mit der BVZ.

Die Familie baute sich im Laufe der Jahre mehrere Standbeine in Eisenstadt auf. Zu den erfolgreichsten Zeiten wurden gleichzeitig drei Lokale in Eisenstadt geführt. Das Café Erika in der Mattersburger Straße entwickelte sich zu einem bekannten Treffpunkt. Nach 28 Jahren kommt nun allerdings das Aus für den bisherigen Standort: Das Grundstück wurde von den Eigentümern verkauft. Für die Familie war die Nachricht ein emotionaler Einschnitt. „Natürlich war das für uns sehr schwer. Das hat uns alle sehr mitgenommen. 28 Jahre sind schließlich fast ein halbes Leben“, sagt Janos Balogh.

Auf der Suche nach einer neuen Bleibe kam schließlich Pöttelsdorf ins Spiel. Ein Bekannter der Familie machte sie auf ein Objekt aufmerksam, das zur Vermietung stand. Bei der Besichtigung im Industriepark habe man schnell gemerkt, dass die Räumlichkeiten passen. Die Neueröffnung ist für September geplant.

Am Konzept soll sich dabei grundsätzlich wenig ändern. Weiterhin setzt man auf Kaffee, Getränke und kleinere Speisen. Gleichzeitig soll der neue Standort gegenüber dem Kettner auch ein neues Kapitel in der Familiengeschichte aufschlagen: Janos möchte das Café künftig übernehmen und damit die Familientradition fortsetzen. Die 64-jährige Erika Balogh hatte ohnehin vor, den Betrieb schrittweise an ihren Sohn zu übergeben.

„Besonders wichtig ist uns, dass auch die langjährigen Stammgäste wieder den Weg zu uns finden.“ Viele hätten bereits angekündigt, dem Café auch am neuen Standort die Treue zu halten. Gleichzeitig wolle man in Pöttelsdorf und Umgebung neue Gäste gewinnen. Für Janos Balogh steht nach dem Abschied aus Eisenstadt daher vor allem der Blick nach vorne im Mittelpunkt. „Wir hoffen, dass das Café Erika noch weitere 28 Jahre bestehen bleibt“, sagt er.