Kehrtwende in Jois: FPÖ und ÖVP tauschen die Plätze
Gemeindeanalyse
SPÖ behauptet bei der Burgenländischen Landtagswahl in Jois unangefochten Platz eins. Kein Erfolg für drei Joiser mit „Hausverstand“.
Der Joiser FPÖ-Kandidat Christian Mayer freut sich über eine steile Bergfahrt seiner Partei in seiner Heimatgemeinde.
© FPÖ
Während die SPÖ ihr Ergebnis aus der Landtagswahl 2020 mit 41,7 Prozent auf hohem Niveau halten konnte, musste die ÖVP eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Die Volkspartei verlor 15,1 Prozent der Wählerstimmen in Jois. Sie liegt nun bei 21,2 Prozent.
Durfte man sich 2020 noch über das größte türkise Plus im Bezirk freuen, so trauert man nun fast über das größte türkise Minus. Nur in Edelstal stürzte die ÖVP noch mehr ab als in Jois. Die Stimmen der ÖVP wanderten fast eins zu eins zur FPÖ, die über einen Zuwachs von 16,3 Prozent jubelt. Die Blauen dürfen sich in der Seegemeinde über 26 Prozent der Stimmen und hinter Potzneusiedl über das größte Plus im Bezirk freuen. Mit Christian Mayer stellte die FPÖ auch einen Joiser Kandidaten auf der Kreiswahlliste auf. 85 Vorzugsstimmen gingen an ihn.
Die NEOS holten auf Joiser Boden ihr größtes Plus im Bezirk und liegen nun bei 3,3 Prozent,
Jois hat zudem ein interessantes Spezifikum zu bieten: Gleich drei Kandidaten aus der Gemeinde traten für die Liste Hausverstand von Géza Molnar an. Maria Pfemeter, Stephan Bako und Rudolf Pfemeter gelang es aber nicht, Wähler für die neue Partei zu mobilisieren. In Jois gingen 10 Stimmen oder 0,9 Prozent an die Liste Hausverstand. Insgesamt gingen 21 Vorzugsstimmen an die drei Joiser Kandidaten.
SPÖ 41,7 % (-0,4)
ÖVP 21,2 % (-15,1)
FPÖ 26 % (+ 16,3)
GRÜNE 6,9 % (-0,7)
NEOS 3,3 % (+ 1,7)
HAUS 0,9 %.