Trendfarbe rot – und türkiser Absturz in Parndorf

Gemeindeanalyse

Die FPÖ holt sich bei der Burgenländischen Landtagswahl in Parndorf Platz zwei mit sattem Zugewinn von der ÖVP zurück.

Tolle Vorzugsstimmenergebnisse gab es für die Parndorferinnen Christa Wendelin (Grüne) und Lisa Gojakovich (SPÖ).

Tolle Vorzugsstimmenergebnisse gab es für die Parndorferinnen Christa Wendelin (Grüne) und Lisa Gojakovich (SPÖ).

© zVg

In der zweitgrößten Gemeinde des Neusiedler Bezirks leuchtete die Trendfarbe am Wahlsonntag rot. Die Sozialdemokraten fuhren hier trotz eines Stimmenverlusts mit 54 Prozent der Stimmen eines ihrer besten Ergebnisse auf Bezirksebene ein. Die junge Parndorferin Lisa Gojakovich trug ihren Anteil dazu bei. Die SPÖ-Kandidatin konnte auf der Wahlkreisliste beachtliche 435 Vorzugsstimmen für sich verbuchen.

Die FPÖ eroberte sich nach ihrem Absturz 2020 in Parndorf wieder Platz zwei zurück. Mit einem fulminanten Zuwachs von 16,6 Prozent knackten die Freiheitlichen die 30 Prozent-Marke. 54 Vorzugsstimmen gingen an den Parndorfer FPÖ-Kandidaten Christian Zumann.

Für ÖVP geht es steil bergab

Zerbröselt hat es hingegen die ÖVP, die traditionell einen schweren Stand in Parndorf hat. Ein Minus von 12 Prozent ist ein herber Verlust. Für die ÖVP bleiben nur 8 Prozent des Stimmenanteils übrig. Die Volkspartei reihte sich damit zwar noch vor den Grünen (5 Prozent) ein, fuhr aber ein besonders mageres Ergebnis ein. Nur in Bruckneudorf und Neufeld an der Leitha war das ÖVP-Ergebnis noch schlechter.

Für die Grünen kämpfte die ehemalige Gemeinderätin Christa Wendelin im Wahlkreis um Stimmen. Das Ergebnis liegt mit einem Minus von 1,7 Prozent im Landestrend. Über einen persönlichen Erfolg darf sich Wendelin allerdings freuen. Sie holte hinter der Spitzenkandiaten Margit Paul-Kientzl im Neusiedler Bezirk das beste Vorzugsstimmen-Ergebnis. 226 Wählerinnen und Wähler sprachen Wendelin persönlich ihr Vertrauen aus.

Die NEOS machen 1,6 Prozent der Stimmen, die Liste Hausverstand 0,8 Prozent.