SPÖ kritisiert Arbeit der Liste Johann Tschürtz im Gemeinderat
Gemeindepolitik
Ende März legten die drei im Mattersburger Gemeinderat vertretenen FPÖ-Politiker Peter Pregl, Werner Lehner und Angelika Trimmel ihr Mandat nieder. Neue Gemeinderäte wurden seitdem nicht bestellt. Ende August wurde bekannt, dass Sascha Gerdenitsch zum neuen FPÖ-Stadtparteiobmann designiert wurde. Die SPÖ Mattersburg/Walbersdorf übt in einer Aussendung nachträglich Kritik an der Arbeit der Liste Tschürtz. Dieser reagiert gelassen.
Seit März 2025 sind die drei Mandate der Liste „Johann Tschürtz - Vorwärts Mattersburg“ im Gemeinderat unbesetzt. SPÖ-Stadtparteiobmann und Vizebürgermeister Thomas Nikles sieht das Projekt nicht nur deshalb als gescheitert an. Johann Tschürtz, mittlerweile Zweiter Landtagspräsident, meint hingegen, dass die FPÖ auch in Zukunft eine starke Stimme in Mattersburg sein wird.
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„Die SPÖ Mattersburg-Walbersdorf wünscht dem neuen FPÖ-Obmann Gerdenitsch bei seinem Engagement für die Stadt alles Gute und ist offen für konstruktive Vorschläge“, leitet SPÖ-Stadtparteiobmann Thomas Nikles seine Presseaussendung versöhnlich ein. „Aber egal was der neue Obmann, selbst nie Teil der Liste TVM, versucht zu retten – die Liste und damit die FPÖ sind auf halber Strecke liegen geblieben und gescheitert.“
Was hat die FPÖ tatsächlich geleistet, fragt sich die SPÖ
Die Liste „Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg“, initiiert vom ehemaligen FPÖ-Landeschef und aktuellen Zweiten Landtagspräsidenten, errang bei den Gemeinderatswahlen 2022 drei Mandate. Die Liste ist eng mit der FPÖ verbunden. Die Mandatare – Pregl, Lehner und Trimmel – waren stets Mitglieder der FPÖ-Stadtpartei, bei den Sitzungen war stets von FPÖ-Gemeinderäten die Rede.

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„Von den Versprechungen vor der Wahl 22 ist nichts geblieben“, meint die SPÖ in ihrer Aussendung weiter. „Was haben Johann Tschürtz und die FPÖ für Wählerinnen und Wähler tatsächlich geleistet? Wie viele Anträge im Gemeinderat gab es von der Liste? Interessierte man sich für die Mitarbeit in den Fachausschüssen?“
Johann Tschürtz, seit der Landtagswahl im Jänner Zweiter Landtagspräsident, reagiert, mit der Kritik konfrontiert, gelassen: „Die geäußerte Kritik ist aus meiner Sicht politisch motiviert – offenbar ist die Angst der Babler-SPÖ vor einer starken FPÖ groß. Das neue Team rund um Sascha Gerdenitsch wird wesentliche Akzente für die Bürgerinnen und Bürger setzen. Da ich bereits im 66. Lebensjahr stehe, halte ich eine Verjüngung im Hinblick auf die nächste Gemeinderatswahl für sehr wichtig. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, den Neustart mit frischem Elan voranzutreiben.“
„Natürlich sieht Hans Tschürtz die Kritik gelassen, schließlich ist sie berechtigt, das kann auch er nicht abstreiten“, kontert Thomas Nikles.

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Die BVZ fragte beim designierten FPÖ-Stadtparteiobmann Sascha Gerdenitsch nach, was er davon hält, dass die SPÖ der FPÖ bzw. der Liste Tschürtz attestiert, gescheitert zu sein und ihm, Gerdenitsch, der Versuch, diese noch zu retten, misslingen werde. Gerdenitsch ließ wissen, dass er eine Stellungnahme zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeben könne. Nach dem Stadtparteitag (genaues Datum ist offen) werde es von der FPÖ eine Aussendung geben.
„Die FPÖ wird wieder eine starke Stimme in Mattersburg“
„Seit März dieses Jahres sind die drei Mandate im Gemeinderat unbesetzt, das gab es noch nie!“, echauffiert sich die SPÖ weiter. „Die Liste TVM hat die Arbeit für die BürgerInnen schon lange niedergelegt und ihre WählerInnen im Stich gelassen! Jede Stimme für die Liste TVM war und ist eine verlorene Stimme!“
Im Herbst sollen die drei Gemeinderatsmandate nachbesetzt und mit klaren inhaltlichen Schwerpunkten versehen werden, heißt es von Seiten der FPÖ. Erste Anträge seien vorbereitet und werden nach der Angelobung eingebracht. „Es ist mir eine Herzensangelegenheit, die Stadtgruppe neu aufzustellen und Sascha Gerdenitsch bei diesem wichtigen Schritt zu unterstützen. Die FPÖ wird in Mattersburg wieder eine starke Stimme für die Anliegen der Bürger sein“, ließ Tschürtz bereits Ende August wissen.
Tschürtz hat seinen Fokus darüber hinaus auf seine Arbeit als Zweiter Landtagspräsident gerichtet: „In meiner Funktion freue ich mich über die äußerst kollegiale und kompetente Zusammenarbeit mit Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf und der Dritten Präsidentin Claudia Schlager. Gemeinsam sorgen wir für eine freundschaftlich abgestimmte und konstruktive Sitzungsleitung.“