Aktivpark Güssing neu: Verkauf der Sporthalle auch fix
Gemeinderat Güssing
Das Land hat den Aktivpark 2023 gekauft, um ihn zu einem modernen Sportcamp-Süd auszubauen. Der Verkauf der Sporthalle stand nun in der Gemeinderatssitzung am Dienstag auf der Tagesordnung und wurde mit den Stimmen der SPÖ beschlossen. Die ÖVP stimmte dagegen, die FPÖ enthielt sich der Stimme.
Mit den Bauarbeiten wollte man schon viel früher beginnen, doch ein Wasserschaden warf das Projekt zurück an den Start.
© Bertie Unger
Die Bauarbeiten zum Projekt „Aktivpark Güssing neu“ begannen im Oktober 2023. Aufgrund eines Wasserschadens war eine Überarbeitung der Projektplanung erforderlich, weshalb alle Bau- und Sanierungsarbeiten, die in vier Phasen geplant waren, zusammengefasst wurden. „Der Wasserschaden macht uns einen Strich durch die Rechnung. Die ambitionierte Zeitachse, die wir umsetzen wollten, kann nicht eingehalten werden“, sagte Landesrat Heinrich Dorner schon im Dezember des Vorjahres.
Das ist der Ist-Stand zum Aktivpark neu
Aktuell laufen Abstimmungen zwischen Bauherr-Nutzer-Planer für Raumkonzepte und diverse Verwendungsbereiche. Die Entwurfsplanung soll bis Ende Juni erfolgen.
Im Zuge der Generalsanierung wird auch der Hotelbereich erneuert. In den vergangenen Wochen haben Fachkräfte den Hoteltrakt inklusive Keller entkernt und umfangreiche Abbrucharbeiten durchgeführt. Dabei wurden unter anderem Fußbodenaufbauten, Heizkörper sowie die gesamte Heizungsverrohrung entfernt. Zudem wurde der Keller neu abgedichtet, um das Gebäude dauerhaft vor Feuchtigkeit zu schützen. Mit Mai 2025 sind die Abbrucharbeiten im Inneren, etwa von Zwischendecken im Erdgeschoss oder der Haustechnikzentrale angelaufen. Es folgt die Einreichplanung der Bauvorhaben, die im August abgeschlossen sein soll. Im Herbst erfolgt die Vergabe.
SPÖ dafür, ÖVP dagegen, FPÖ enthielt sich
Ein weiterer wichtiger Termin, den man seitens der Bevölkerung schon längst erledigt glaubte, stand am Dienstagabend auf dem Programm. Punkt 2 der Tagesordnung im Güssinger Gemeinderat war die Veräußerung der Sporthalle, die noch im Besitz der Stadtgemeinde ist. „Die Budgetlage ist angespannt, für uns als ÖVP ist es wichtig die Zahlen zu kennen, und für uns steht auf alle Fälle die zukünftige Nutzung für die ortsansässigen Vereine im Vordergrund“, sagte ÖVP Stadtparteiobmann Philip Krobath schon im Vorfeld der Sitzung. Dem Verkauf der Halle stimmte die ÖVP dann nicht zu.
„Mit den Vereinen hat im Vorfeld keiner gesprochen, wo bleibt die Sicherheit über 2026 hinaus“, sagt Philip Krobath. „Wir wollten die Entscheidung schieben, die ersten Schritte des Haushaltsoptimierungskonzeptes abwarten. Derzeit wird die Halle nur an die LIB verkauft und es gibt noch keinen Betreiber. Alle sind im guten Glauben, dass alles so weiter geht“, sagt Krobath. „Und da ist auch noch der Punkt des Personals, weil mit dem Verkauf des Aktivparks drei Angestellte frei gesetzt werden. In gutem Glauben geht man davon aus, dass die übernommen werden. Aber auch das darüber wurde nicht gesprochen. Und was ist im Jahr 2027, da hoffen alle dass es gut ausgeht. Wir wollten das in den Herbst schieben“, sagt der ÖVP Obmann und bringt auch den Verkaufspreis ins Spiel. „Damals haben wir die Halle um 860.000 gekauft, jetzt um 840.000 verkauft, das ist ein Verlustgeschäft. Natürlich ist der Verkauf für den Haushalt gut, aber Gemeinden haben auch einen Auftrag im sozialen Bereich“, betont Krobath.
„Wir müssen das zur Kenntnis nehmen“, sagt Bürgermeister Vinzenz Knor. „Bei einem Kaufpreis von 840.000 Euro steigen wir gut aus, da haben wir eine Last weniger, da der Betrieb der Halle ja doch auch viel Geld kostet“, so Knor, der mit seinem Team die Verhandlungen führte und auch die Verträge ausarbeitete.
„Wir betreiben die Halle bis Ende 2026 weiter, dann erfolgt die Übergabe und während der Bauphase wird der Betrieb nicht gestört“, sagt Vinzenz Knor.
„Der laufende Betrieb der Halle, wird durch die ortsansässigen Vereine weiterhin möglich sein und nicht beeinträchtigt“, heißt es aus dem Büro von Landesrat Heinrich Dorner. Die Bauarbeiten sollen Ende 2026 fertig gestellt sein.