Gemeinderat Raiding beschloss Budget für 2026

Gemeinderatssitzung

In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Raiding lag der Fokus auf der Schaffung der finanziellen Rahmenbedingungen für das Jahr 2026. Diese erfolgte einerseits durch den Beschluss des Voranschlags sowie des mittelfristigen Finanzplans und andererseits durch die Neufestlegung der Abgaben.

Gemeinderat Raiding beschloss Budget für 2026

© Michaela Grabner

Der Voranschlag wurde einstimmig mit einem Saldo 0 „Nettoergebnis“ des Ergebnishaushalts von 2.200 Euro sowie mit einem Saldo 5 „Geldfluss aus der voranschlagsunwirksamen Gebarung“ des Finanzierungshaushalts in Höhe von 94.500 Euro beschlossen. Grundlage für die ausgeglichene Budgetierung waren Einsparungen bei den Personalkosten infolge nicht nachbesetzter Positionen nach Pensionierungen sowohl in der Gemeindeverwaltung als auch im Bauhof sowie Bedarfseinsparungen aufgrund sinkender Kinderzahlen im Kindergarten.

Darüber hinaus zeigen die im Jahr 2025 gesetzten Konsolidierungsmaßnahmen, insbesondere die Evaluierung der Darlehensverträge und der Betriebskosten, bereits Wirkung. Die Abgabenverordnungen wurden erneut auf Basis des Verbraucherpreisindexes angepasst, was zu einer Verbesserung der Einnahmenseite beiträgt. Nichtsdestotrotz sei festzuhalten, dass aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation keine neuen Projekte in Angriff genommen werden und längst notwendige Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen, vor allem im Straßen- und Kanalbereich, derzeit nicht umgesetzt werden können.

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt betraf die siebte Änderung des Digitalen Flächenwidmungsplans, die vom Gemeinderat einstimmig beschlossen wurde und nun zur Genehmigung beim Amt der Burgenländischen Landesregierung eingereicht wird. Neben der Schaffung von Gemeindebauplätzen zu leistbaren Baulandpreisen umfasst diese Änderung auch die Kenntlichmachung von unbebautem Bauland im HQ30, von archäologischen Vorbehaltsflächen und Bodendenkmälern, von Strom- und Erdgastransportleitungen sowie von Verkehrsflächen und Baulandfreigaben und die Kategorisierung von Baugebieten für Erholungs- oder Fremdenverkehrseinrichtungen.

Darüber hinaus beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Grünraumgestaltung, wobei auch alternative Formen wie Blumenwiesen diskutiert wurden. Ebenso standen die neuen Öffnungszeiten der Grünschnittsammelstelle auf der Tagesordnung.