Forderungen, Aktionen, Initiativen: Das war der politische Frauentag

Gemeinsam „laut“

Am internationalen Aktionstag wurde traditionell aufgezeigt, was man schon erreicht hat – und vor allem, woran es noch mangelt. Mit Verteil-Aktionen und politischen Statements hat das Burgenland auf Anliegen in der Frauenpolitik hingewiesen.

"Frauen verdienen mehr". Die SPÖ-Frauen präsentierten ihren Slogan am Balkon des Landehauses.

"Frauen verdienen mehr". Die SPÖ-Frauen präsentierten ihren Slogan am Balkon des Landehauses.

© Gregor Hafner

Was geschafft wurde und an welchen Schrauben noch zu drehen ist, das zeigte Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf aus Sicht des Landes schon 24 Stunden vor dem Internationalen Frauentag auf, und zwar mit einer Vorschau zum burgenländischen Frauenbericht, der demnächst erscheinen soll. Zusammen mit Elke Szalai und Claudia Maier von der Fachhochschule sprach Eisenkopf, wie berichtet, zentrale Themen wie Teilzeit-Jobs, Pensionen oder Einkommen an.

Politisch trat das zuständige Regierungsmitglied auch als Vorsitzende der SPÖ-Frauen im Land auf; zusammen mit ihren Kolleginnen wurde ein klarer Slogan ausgegeben: „Frauen verdienen mehr!“ Im „Kampf um Gleichstellung“ ist man sich seitens der Parteien grundsätzlich einig, adressiert werden die Forderungen je nach Standpunkt.

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© ÖVP Burgenland, Sebastian Steiner

Die Volkspartei sagt: „Frauen gehören an die Spitze!“ Nach außen vertreten haben den Slogan die ÖVP-Frauen mit den Landtagsabgeordneten Julia Schneider-Wagentristl, Melanie Eckhardt und Carina Laschober-Luif. Sie wollen Rahmenbedingungen und Aufklärungsarbeit: „Es entspricht einfach nicht mehr unserem Zeitgeist, das enorme Potenzial von Frauen nicht zu nützen.“

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© FPÖ

Für die FPÖ forderte Abgeordneter Markus Wiesler als Frauensprecher erneut ein „Müttergehalt“. Der bekannte Vorschlag der Freiheitlichen geht in Richtung Netto-Mindestlohn und soll Müttern (wie auch Vätern) die „Wahlfreiheit“ zwischen Job und Familie ermöglichen, so Wiesler.

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© Grüne Burgenland

Grünen-Landessprecherin Anja Haider-Wallner und ihr Team riefen zum gesellschaftlichen Umdenken mit Blick auf Alltags-Sexismus auf. „Das betrifft alle Lebensbereiche von Ausbildung über Beruf und Bekanntenkreis bis hin zu Politik und öffentlichem Raum“, sagt Haider-Wallner. Auf das Thema wurde unter anderem mit einem Infostand auf der Eisenstädter Fußgängerzone hingewiesen.

Vom „Kekserl“ bis zur Kunst

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© Michalea Tesch-Wessely

Zum internationalen Aktionstag präsentierten sich viele weitere Einrichtungen und Interessensvertretungen mit ihren Themen: Die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses Burgenland ermutigten zum Zusammenhalt gegen Gewalt, die Landwirtschaftskammer und Präsident Nikolaus Berlakovich feierten Bäuerinnen als Botschafterinnen, seitens der Arbeiterkammer forderte Präsident Gerhard Michalitsch mehr Mittel für Gewaltprävention.

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© Frauenhaus Burgenland

Auf die Erfolgsbilanz der burgenländischen Gründerinnen (und das bei teils schwierigen Rahmenbedingungen) verwiesen die Wirtschaftskammer und Petra Schumich als Landesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft. Die FSG-Frauen verteilten insgesamt 15.000 Kekse des Volkshilfe-Projektes „S’Kekserl“, und auch die Kunst setzte ein Zeichen: In ihrem Kunstraum in Siegendorf luden Mario und Ulrike Müller zur Finissage der Ausstellung „her*spectives“.

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© FSG Burgenland