Erwin Tinhof: Neuer Raiffeisen-General setzt auf die „WIR-Kraft“
Generalanwalt-Wechsel
Er ist Winzer und seit 19 Jahren Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank - jetzt hat Erwin Tinhof auch an oberster Stelle im Raiffeisenverband übernommen: Als Generalanwalt löste der Eisenstädter Erwin Hameseder ab.
Erwin Tinhof (r.) übernimmt als Raiffeisen-Generalanwalt von Erwin Hameseder (l.).
© Sabine Klimpt, Sabine Klimpt
Der Österreichische Raiffeisenverband ist das höchste Gremium der „Raiffeisen-Familie“ und hat seit Donnerstag einen neuen Generalanwalt: Der Eisenstädter Erwin Tinhof übernimmt das höchste Amt von Erwin Hameseder. Dieser hatte erst in der Vorwoche überraschend bekanntgegeben, dass er nach der vierjährigen Periode auf eigenen Wunsch aus der Funktion ausscheidet.
Die langjährige Erfahrung bringt Tinhof aus dem Burgenland mit, wo er 2007 Aufsichtsratsvorsitzender wurde, was damals als Präsidentenamt bezeichnet wurde. In seiner Antrittsrede vor dem Verband sagte der neue Generalanwalt, dass die vielzitierte „WIR-Kraft“ von Raiffeisen in den Vordergrund stellen werde.
„Der österreichische Raiffeisenverband ist die Bundesorganisation, das Dach der Raiffeisenfamilie. Er wird auch weiter der Impulsgeber für den Sektor sein. Diese Rolle des ÖRV möchte ich gemeinsam mit meinen drei Stellvertretern fortsetzen.“ Als Schwerpunkte für die kommende Amtsperiode nannte Tinhof unter anderem den Bereich der Digitalisierung, der Bewusstseinsbildung für die regionale Stärke von Raiffeisen und die Gewinnung neuer Genossenschaftsmitglieder.
Das neue Präsidium des ÖRV setzt sich neben Tinhof aus seinen drei Stellvertretern Volkmar Angermeier (Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich), Michael Göschelbauer (Aufsichtsratsvorsitzender der Raiffeisen Ware Austria) und Franz Titschenbacher (Obmann des Raiffeisenverbandes Steiermark) zusammen.
"Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauche es „Führungspersönlichkeiten mit Weitblick, Handschlagqualität und dem Blick für das große Ganze“, gratulierte Wirtschaftskammer-Präsident Andreas Wirth dem neuen Raiffeisen-Generalanwalt. Für das Burgenland sei die Wahl Tinhofs ein positives Signal.
„Er kennt die Herausforderungen unseres Bundeslandes und weiß, welche Rahmenbedingungen Unternehmen brauchen, um investieren, wachsen und Arbeitsplätze sichern zu können. Das ist auch für die burgenländische Wirtschaft von großem Wert“,