Neuer Herr über 40 Bedienstete und 70 Hunde in Kaisersteinbruch

Militärhundezentrum

Ein gebürtiger Osttiroler aus dem malerischen Ort Ainet tritt die Nachfolge des langjährigen Kommandanten Otto Koppitsch an, der sich vor Kurzem in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet hat.

Jäger hat sich in seinen neuen Job bereits bestens eingelebt.

Jäger hat sich in seinen neuen Job bereits bestens eingelebt.

© Janoska

Benjamin Jäger lautet der Name des neuen Kommandanten des Militärhundezentrums (MHZ) in Kaisersteinbruch. Der 40-jährige Jäger blickt auf eine lange militärische Karriere zurück und wusste bereits im zarten Alter von 14 Jahren, dass er zum „Barras“ möchte, wie man das Bundesheer auf Tirolerisch nennt. Seine Laufbahn begann dementsprechend am Militärrealgymnasium in Wiener Neustadt und mit der Absolvierung der dortigen Militärakademie 2008. Es folgten Auslandseinsätze als Blauhelmsoldat in Syrien und als einer der letzten Soldaten der österreichischen Mission auf den Golanhöhen.

Zudem versah Jäger seinen Dienst als Garde-Kompaniekommandant in Wien und in Langenlebern bei der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule und bis vor Kurzem an der Heerestruppenschule in Eisenstadt. „Unerwartet wurde ich von Otto Koppitsch angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, seine Nachfolge im MHZ anzutreten“, erzählt der verheiratete, dreifache Familienvater, der mit seiner Familie in Kaisersteinbruch lebt, und fügt hinzu: „Ich hatte im Vorfeld ehrlich gesagt nicht mit dem Gedanken gespielt, die Kommandantur anzustreben.“

Im Rahmen des Bewerbungsverfahrens hat er sich schließlich aufgrund seiner militärischen und kynologischen Erfahrungen und Kenntnisse gegenüber seinen Mitbewerbern durchgesetzt. Seine „Feuertaufe“ erlebte der neue Kommandant bei der Organisation und Durchführung der Feierlichkeiten rund um das 60-Jahre-Jubiläum des MHZ (die NÖN berichtete), die laut Jäger „sehr guten Anklang bei der Bevölkerung gefunden haben und ausgezeichnet besucht waren.“ Als neuer Kommandant ist der Osttiroler nun Herr über rund 40 Bedienstete und etwa 70 Hunde.

Zu seinen Schwerpunkten zählen die Aus- und Weiterbildung der Militärhundetrupps des österreichischen Bundesheeres weiterhin sicherzustellen und die international anerkannte Zucht der Rottweiler und Malinois weiterzuentwickeln und dadurch „einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Militärhundetrupps des Österreichischen Bundesheers zu leisten“, wie Jäger erklärt und fortfährt: „Mein Vorgänger hat mir eine ausgezeichnet funktionierende Dienststelle hinterlassen, die reibungslos weitergeführt werden kann. Nun gilt es, diese im Sinne der ‚Mission Vorwärts‘ in die Zukunft zu führen.“