Psychosozialer Dienst setzt Zeichen des Erinnerns
Gesundheit
Anlässlich des Internationalen Gedenktages für verstorbene drogengebrauchende Menschen beteiligt sich der Psychosoziale Dienst Burgenland mit einer Gedenkaktion an allen Standorten. Im Mittelpunkt stehen Erinnerung, Prävention und Entstigmatisierung.
Mit der Initiative #dufehlst wird jährlich an Menschen erinnert, die an den Folgen ihres Drogenkonsums verstorben sind.
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Der Psychosoziale Dienst Burgenland (PSD) begeht am 21. Juli den Internationalen Gedenktag für verstorbene drogengebrauchende Menschen mit einem stillen Gedenken in allen burgenländischen Bezirksvororten. An den Standorten werden Gedenkkerzen, Informationstische und Plakate aufgestellt. Um 16 Uhr findet gemeinsam mit Klienten eine österreichweite Schweigeminute statt.
Zeichen für mehr Verständnis
Mit der Initiative #dufehlst wird jährlich an Menschen erinnert, die an den Folgen ihres Drogenkonsums verstorben sind. Gleichzeitig soll auf die Lebensrealität suchtkranker Menschen aufmerksam gemacht sowie für mehr Verständnis, Entstigmatisierung und einen niederschwelligen Zugang zu Unterstützung geworben werden.
Geschäftsführer Johannes Zsifkovits betont, dass Suchterkrankungen behandelbare Erkrankungen seien. Je früher Betroffene Unterstützung erhielten, desto besser seien die Chancen auf Stabilisierung und ein selbstbestimmtes Leben. Prävention, Beratung und professionelle Begleitung seien dabei unverzichtbar.
Der Psychosoziale Dienst Burgenland bietet in allen Bezirksvororten Beratungs- und Behandlungsangebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Suchterkrankungen sowie deren Angehörige an. Ergänzt wird das Angebot durch die Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie die Fachstelle Suchtprävention, die unter anderem Workshops und Beratungen für Schulen und andere Einrichtungen durchführt.
Laut dem Epidemiologiebericht Sucht 2025 der Gesundheit Österreich GmbH starben im Jahr 2024 österreichweit 257 Menschen an den Folgen einer Überdosierung. Rund 80 Prozent der Verstorbenen waren Männer. Diese Zahlen unterstreichen die Bedeutung von Prävention und einer flächendeckenden Suchthilfe.