Studie: Burgenländer vertrauen ihrem Gesundheitssystem
Gesundheitsoffensive
Eine aktuelle Gesundheitsstudie bescheinigt dem Burgenland hohe Zufriedenheitswerte. Mehr als drei Viertel der Bevölkerung bewerten die Gesundheitsversorgung positiv. Besonders bei Vertrauen, medizinischer Qualität und Zukunftserwartung schneidet das Land besser ab als der Österreich-Durchschnitt.
Peter Filzmaier, Christina Matzka, LH Hans Peter Doskozil und Florian Schlechtleitner präsentierten die Studie.
© Bertie Unger
Während auf Bundesebene immer wieder über Reformen und Zentralisierung diskutiert wird, sieht sich das Burgenland mit seinem Weg einer wohnortnahen Gesundheitsversorgung bestätigt. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Strategieanalysen (ISA) hervor, die von Peter Filzmaier gemeinsam mit Meinungsforscherin Christina Matzka vorgestellt wurde.
Demnach zeigen sich mehr als drei Viertel der Burgenländer:innen mit der Gesundheitsversorgung zufrieden. Auffallend ist dabei auch der Blick in die Zukunft. Während österreichweit nur 17 Prozent der Bevölkerung glauben, dass sich die Gesundheitsversorgung in den vergangenen Jahren verbessert hat, liegt dieser Wert im Burgenland bei 35 Prozent. Gleichzeitig erwarten 25 Prozent weitere Verbesserungen – österreichweit sind es lediglich neun Prozent.
„Die Burgenländerinnen und Burgenländer beurteilen die Gesundheitsversorgung positiv und blicken wesentlich optimistischer in die Zukunft. Das spricht für ein hohes Vertrauen in das Gesundheitssystem des Landes“, sagt Politikwissenschaftler Peter Filzmaier vom Institut für Strategieanalysen (ISA).
Auch das Vertrauen in die burgenländischen Krankenhäuser ist hoch. Rund 79 Prozent der Befragten vertrauen den Kliniken des Landes, etwa 80 Prozent bewerten die medizinische Qualität und die stationäre Versorgung positiv. Besonders geschätzt werden Freundlichkeit und Menschlichkeit des Pflege- und Betreuungspersonals, moderne medizinische Ausstattung, verständliche Information durch Ärztinnen und Ärzte sowie vergleichsweise kurze Wartezeiten.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil sieht darin eine Bestätigung der bisherigen Gesundheitspolitik. „Die Ergebnisse zeigen, dass unser Weg richtig ist. Gesundheit ist keine Frage des Wohnortes und darf auch nicht von den finanziellen Möglichkeiten abhängen. Deshalb investieren wir Jahr für Jahr rund 200 Millionen Euro aus dem Landesbudget in den Betrieb unserer Kliniken“, betonte Doskozil.
Seit rund 100 Tagen steht Florian Schlechter an der Spitze der Gesundheit Burgenland. Der neue CEO kündigte an, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. „Ich habe ein hochmotiviertes und empathisches Team kennengelernt, das mit großer Kompetenz und Menschlichkeit Herausragendes leistet. Unsere Aufgabe ist es nun, diesen erfolgreichen Weg konsequent weiterzuführen und gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagte Schlechter.
Im Mittelpunkt der nächsten Jahre stehen laut Gesundheit Burgenland weitere Investitionen in medizinische Leistungen, moderne Infrastruktur und die Gewinnung zusätzlicher Fachkräfte. Bereits umgesetzt wurden unter anderem der Ausbau der Herzchirurgie, der minimalinvasiven Neurochirurgie und der Gastroenterologie in Oberwart sowie die Weiterentwicklung der Orthopädie in Kittsee. In Güssing wurden neue Schwerpunkte wie eine Adipositas-Ambulanz, Schmerzmedizin und Simulationstrainings geschaffen.
Auch künftig soll das burgenländische Gesundheitsnetz weiter ausgebaut werden. Ziel ist eine wohnortnahe Versorgung, bei der die einzelnen Klinikstandorte eng zusammenarbeiten und Patient:innen möglichst rasch die notwendige Behandlung erhalten.