Freundin die Nase eingeschlagen: 150 Stunden Sozialarbeit für Täter

Bezirk Oberwart

Als die Freundin eines 25-Jährigen im Jänner vom Ball heimkam, gab es Krach. Der 25-Jährige schlug zu, die Nase der Frau brach. Zweimal musste sie operiert werden. Jetzt stand der Täter vor Gericht.

Der 25-jährige Angeklagte gab zu, seiner Freundin einen "schweren Treffer" verpasst zu haben.

Der 25-jährige Angeklagte gab zu, seiner Freundin einen "schweren Treffer" verpasst zu haben.

© BVZ/Kirchmeir

Verteidigt von Gerhard Ederer bekannte sich der Angeklagte am 1. April 2026 schuldig. Seine Freundin habe nach dem Ball Schnaps getrunken, sagte er. Sie warf ihm vor, sich wieder einen Joint angezündet zu haben. Außerdem lag Eifersucht in der Luft: „Es passte mir nicht, dass er mit anderen Frauen schrieb“, sagte die Ex-Freundin des Angeklagten.

Nach dem Vorfall, der sich am 25. Jänner dieses Jahres ereignet hatte, ging das Paar getrennte Wege. Nachts hatte der 25-Jährige gesagt: „Mir reicht's! Morgen packst du deine Sachen und gehst.“

Da habe ihn die Freundin in eine Ecke gedrängt, ihn geohrfeigt und sei ihm auf den Fuß gestiegen. „Ich schlug zu, es war ein schwerer Treffer. Es tut mir leid“, sagte der Angeklagte.

„Dass ich geschlagen und getreten habe, das weiß ich nicht“, sagte die Frau. Nach dem Schlag sei „der ganze Boden voller Blut gewesen“. Ihre Nase sei mehrfach zersplittert gewesen, zweimal sei sie operiert worden, Schmerzen habe sie immer noch.

Die Richterin schlug eine Diversion vor, zumal nicht auszuschließen sei, dass der Angeklagte von seiner damaligen Freundin „provoziert wurde“. Der 25-Jährige muss 150 Stunden Sozialarbeit leisten und an seine Ex-Freundin 3.000 Euro Schmerzensgeld bezahlen. Wenn er dazu noch 150 Euro Pauschalkosten ans Gericht bezahlt, wird das Strafverfahren gegen ihn eingestellt.

Mit einer klaren Botschaft entließ die Richterin den Angeklagten: „Das ist kein Kavaliersdelikt! So etwas darf nicht mehr passieren.“

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