Mattersburg: Neue Standorte für „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“
Gewaltprävention
Am Weltfrauentag, dem 8. März, fand in Eisenstadt die Auftaktveranstaltung für zwei neue Standorte des Gewaltpräventionsprojekts „StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ statt. Die neuen Standorte in Eisenstadt und Mattersburg werden von der Frauenservicestelle „Die Tür“ umgesetzt.
StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt: Frauenlandesrätin Daniela Winkler mit Elke Aufner-Hergovich (r.), Geschäftsführerin Frauenservicestelle Mattersburg u. Eisenstadt, und Elisabeth Roller (l.).
© Landesmedienservice Burgenland/Gregor Hafner
Frauenlandesrätin Daniela Winkler betonte bei der Veranstaltung in der Eisenstädter Fußgängerzone die Wichtigkeit des Projekts. „Gewalt kann jede Frau treffen. Es ist keine Frage der Herkunft, des sozialen Status oder der Bildungsschicht. Daher unterstützen wir die Initiative ,StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt‘ und ermutigen die Menschen, Augen und Ohren offenzuhalten und zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird“, so Winkler.
Gewaltprävention in der Nachbarschaft
„StoP – Stadtteile ohne Partnergewalt“ ist ein Projekt, das mittlerweile an 30 Standorten in ganz Österreich existiert. Es soll häusliche Gewalt an Frauen und Kindern, Partnergewalt und Femizide verhindern. Das Projekt setzt dort an, wo häusliche Gewalt passiert: am Wohnort, in der Nachbarschaft. Nachbarinnen und Nachbarn werden dazu ermutigt, Zivilcourage zu zeigen und Partnergewalt nicht zu verschweigen oder zu dulden.
Unterstützung durch Trägerorganisationen
Umgesetzt wird das Projekt von Trägerorganisationen, die im Opferschutz, in der Gewaltschutzarbeit oder in der Gemeinwesensarbeit tätig sind. In Österreich sind dies vor allem Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen und Gewaltschutzzentren, da sie als Expertinnen der geschlechtsspezifischen Gewalt an Frauen und Kinder gelten.
© Landesmedienservice Burgenland/Gregor Hafner
Im Burgenland kommen zu den bisherigen drei Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf in Eisenstadt und Mattersburg zwei neue Standorte hinzu. Finanziert wird das Projekt von Bund, Land und den Gemeinden.
Aufklärung und persönliche Geschichten
Bei der Veranstaltung am Weltfrauentag in Eisenstadt wurden Erzählungen und persönliche Geschichten über Erfahrungen mit Übergriffen und Gewalt ausgestellt. Es wurde auch darüber aufgeklärt, was man tun kann, wenn man Zeuge von Gewalt wird.