Ein Hoch dem 1. Mai
Gmoa Trummler
Den Brauch des Maibaum-Stellens gibt es in unseren Breiten schon seit vielen Jahrhunderten. Ebenso lang werden Maibäume auch von den Burschen umliegender Gemeinden entführt oder zersägt.
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Beim Entführen gibt es immerhin noch die Möglichkeit, den Baum mit ein paar Kisten Bier auszulösen und gemeinsam auf den Spaß anzustoßen. Schwieriger wirds da schon, wenn man das für den Maibaum vorgesehene Loch zubetoniert oder den Maibaum gleich zersägt hat, als die Wache gerade nicht hingeschaut hat.
Das ist dann schon der Stoff, aus dem langwierige Fehden zwischen benachbarten Ortschaften gemacht werden. Dass heuer gleich drei Maibäume ein jähes Ende ereilt hat ist bedauerlich, noch bedauerlicher, dass sie allesamt umgeschnitten wurden.
Ganz unbrauchbar waren sie dann aber doch nicht: mit den Resten zweier durchschnittener Bäume, einer davon aus Kaisersteinbruch, konnte immerhin ein neuer Maibaum für Wilfleinsdorf zusammengestückelt werden. Na, Not macht wie immer erfinderisch, den Frankenstein-Baum schaue ich mir gerne an, schmunzelt Ihr
Gmoa Trummler