Granabetter-Reaktion auf Krenmayr: „Habe gar nichts gegen Siegendorf“

Nach BVZ-Interview

Mit Verwunderung nahm Franz Granabetter ein Zitat von Siegendorf-Präsident Peter Krenmayr im BVZ-Interview der vergangenen Print-Ausgabe 02/2023 zur Kenntnis.

Franz Granabetter, ehemaliger Ligaobmann und mittlerweile Vorsitzender des Regionalausschusses der Ostliga.

Franz Granabetter, ehemaliger Ligaobmann und mittlerweile Vorsitzender des Regionalausschusses der Ostliga.

© Fenz

Granabetter stammt aus Sankt Margarethen und war bis 2016 25 Jahre lang Obmann der Burgenlandliga. Mittlerweile ist der 75-Jährige Vorsitzender des für Strafsachen zuständigen Regionalausschusses der Regionalliga Ost – vergleichbar mit dem Straf- und Meldeausschuss STRUMA im Burgenland.

Stein des Anstoßes sind die Vorgänge nach der Siegendorfer 0:1-Heimniederlage gegen Mauerwerk. Krenmayr, der auch im Interview die „katastrophale Schiedsrichterleistung“ betonte, wurde vom Referee angezeigt, weil er den Unparteiischen beschimpft haben soll. Der Siegendorf-Boss wurde zu einer 2.000 Euro-Geldstrafe verurteilt, die mittlerweile reduziert und in eine Funktionssperre umgewandelt wurde. Im Interview sagte Krenmayr zu dem Thema unter anderem: „Dramatisch hat es Herr Granabetter gemacht. Er ist für mich ein ausgewiesener Siegendorf-Gegner, der keine Möglichkeit auslässt, dem ASV zu schaden. Deswegen hat er mit einstimmigem Vorstandsbeschluss ein Hausverbot. Er ist nicht mehr erwünscht.“ […]

Gegenüber der BVZ nahm Granabetter Stellung, sagt: „Das alles verwundert mich sehr. Seit 1991 bin ich schon beim BFV und hatte nie mit Funktionären oder Vereinsvertretern ein Problem, auch nicht als Vorsitzender des Regionalausschusses.“

Der besagte Ausschuss müsse die Urteile nach Anzeigen aussprechen. „Es ist aber kein Vereinsvertreter erschienen, auch wurde keine Stellungnahme abgegeben. So musste nach dem Bericht des Schiedsrichters und des Beobachters geurteilt werden.“ Nachsatz: „Ich habe, weil auch dieser Vorwurf aufgekommen ist, Herrn Krenmayr nie beleidigt. Mich als Vereinshasser darzustellen und ein Platzverbot auszusprechen, ist jedenfalls ein starkes Stück.“

Granabetter selbst, an sich Stammgast der Siegendorf-Spiele, werde bis auf weiteres davon Abstand nehmen. „Seit Jahrzehnten bin ich regelmäßig zuschauen, habe dort auch unter den Mitarbeitern einige Freunde. Da will ich aber jetzt niemanden in Schwierigkeiten bringen, wenn ich komme.“

Dass dieses Thema so aufkochte, sei jedenfalls nicht von seiner Seite erfolgt, wie Granabetter abschließend klarstellte: „Es tut schon weh, wenn solche Unwahrheiten behauptet werden. Ich habe nämlich gar nichts gegen Siegendorf, im Gegenteil. Mir gefällt, was dort alles im Gang ist und ich gehe an sich sehr gerne hin. Zudem bin ich auch nicht nachtragend. Aber klar ist: Die Bestimmungen und die ÖFB-Rechtspflegeordnung sind einzuhalten.“