Jubiläum in Sigleß: 700 Jahre Geschichte werden lebendig
Großes Fest
Die Gemeinde Sigleß blickt auf eine 700-jährige Geschichte zurück – ein Anlass der gebührend gefeiert werden soll. Am 14. und 15. Juni 2025 wird das große Jubiläumsfest stattfinden, das mit musikalischen Darbietungen und vielen weiteren Highlights die Geschichte und das Leben in Sigleß lebendig machen wird.
Die sigleßer Hauptstraße anno dazumals.
© Gemeinde Sigleß
Bereits der letzte Faschingsumzug unter dem Motto „700 Jahre Sigleß“ brachte die Gemeinde in Feierlaune. Die außergewöhnlichen Kostüme und die ausgelassene Stimmung machten deutlich, dass Sigleß sich auf das Jubiläumsjahr freut. Tausende Faschingsnarren zogen mit klingendem Spiel und Showeinlagen durch die Straßen des historischen Ortes und stimmten sich so auf die kommenden Feierlichkeiten ein.
© Ulrike Kitzinger
Zweitägige Jubiläumsfeier zum 700-jährigen Jubiläum am 14. und 15. Juni
Am 14. und 15. Juni 2025 ist es dann so weit: Sigleß feiert 700-jähriges Bestehen. Der Festakt beginnt am Samstag mit der Begrüßung der Ehrengäste – darunter auch Landeshauptmann Doskozil. Danach wird die 700-jährige Geschichte von Sigleß in verschiedenen Vorstellungen präsentiert - ein Projekt, an dem die Volksschule, der Kindergarten, der Singkreis und die Line-Tänzer von Sigleß mitwirken. Der Festakt, der rund 45 Minuten in Anspruch nehmen wird, wird von Doris Fennes-Wagner moderiert. Ein besonderes Highlight wird der 20-minütige Film sein, der die Geschichte Sigleß’ in bewegten Bildern erzählt. „Wir haben bereits eine Chronik, die jedoch nur bis 1984 reicht. Nun haben wir beschlossen, auch den letzten Jahrzehnten aufzuarbeiten“, erklärt Bürgermeisterin Ulrike Kitzinger.
Nach dem Festakt sorgt die Blasmusik-Band „Blechsound“ für musikalische Unterhaltung, gefolgt von der Pop-Schlager-Band „Nordwand“, die ab 22 Uhr die Gäste in Schwung bringt.

© Bernhard Matouschek
Der Sonntag: Messe, Ehrungen und spektakuläre Shows
Am zweiten Tag der Jubiläumsfeier wird es um 10 Uhr eine Festmesse geben. Im Anschluss daran werden die „Edelhofmusikanten“ für gute Stimmung sorgen. Nach dem Frühschoppen um 13 Uhr erfolgen Ehrungen von Sigleßer Persönlichkeiten. Ein weiteres Highlight ist eine große Hubschrauber Show mit Rundflügen. Ebenso am Plan: Eine Tombola und ein Programm für die jungen Besucher.
Weitere Höhepunkte bis Juni
Bis das große Fest stattfindet, gibt es auch andere Highlights. Im April soll es eine Veranstaltung geben, wo Sigeß in 700 Bilder dargestellt wird. Am Anfang der Ferien soll außerdem im Kulturhaus eine alte Schulklasse ausgestellt werden. Anlässlich der 700-jahr Feier soll auch eine Skulptur, dem Sigleßer Wappen entsprechend, entworfen werden. Diese werde bei der alten Eiche in Sigleß aufgestellt. „Auch dort wird ein Event gemacht“, zeigte sich Bürgermeisterin Ulrike Kitzinger erfreut.
Die lange Geschichte von Sigleß
Das Gebiet rund um Sigleß war schon in der Jungsteinzeit bewohnt, was durch zahlreiche Funde in der Region belegt wird. Auch zur Römerzeit führte eine wichtige Straße in der Nähe von Sigleß, die die römischen Siedlungen Scarbatia (Ödenburg) und Aqvae (Baden) miteinander verband. Zwar lässt sich der genaue Zeitpunkt der Entstehung von Sigleß als Siedlung nicht festlegen, jedoch ist es wahrscheinlich, dass es eine der ältesten Siedlungen in dieser Gegend war. Über die Jahrhunderte gehörte Sigleß zur Grafschaft Forchtenstein und erlebte die Auswirkungen der Türkenkriege. Im 17. Jahrhundert kam der Ort in den Besitz der Esterházy-Familie.
Grund für die Jubiläumsfeier dieses Jahr, ist die urkundliche Erwähnung des Ortes. Damals noch unter dem Namen „Sykels“ scheint die Ortschaft erstmals 1325 auf. Magister Paul, der Sohn des Grafen Simon von Mattersdorf, schenkte seiner aus Österreich stammenden Braut Elisabeth von Pottendorf Sigleß als Hochzeitsgeschenk. Eine Urkunde, die dieses Ereignis belegt, wird heute im ungarischen Staatsarchiv in Budapest aufbewahrt.