Nickelsdorfer Böhmische feiert 50 Jahre
Großes Jubiläum
Am kommenden Wochenende feiert die Nickelsdorfer Böhmische, welche die längste Zeit als Wendi’s Böhmische Blasmusik bekannt war, ihr 50-jähriges Bestandsjubiläum mit einem großen Fest.
Schlagzeuger Wolfgang Gonter beim diesjährigen Auftritt auf dem Nova Rock.
© Klaus Zwinger
Über zwei Tage hinweg gibt es am 18. und am 19. Juli ein breites Programm. So machen die „Weinviertler Mährische Musikanten“ am Samstag ab 18 Uhr den Anfang, bevor um 22 Uhr die Band „Meilenstein“ übernimmt, die bereits im Fernsehen bei Sendungen wie „Wenn die Musi spielt“ oder dem „Musikanten Stadl“ zu sehen waren. Am Sonntag spielt selbstverständlich die Nickelsdorfer Böhmische ab 11 Uhr selbst beim Frühschoppen auf, bevor um 14:30 Uhr die Band Campfire und um 17 Uhr die Burgenland Blech Cuvée übernimmt. Kulinarisch wird die Veranstaltung von Jacky’s Mühle begleitet.
Nach 50 Jahren kann die Blasmusikkapelle auf eine Vielzahl von Höhepunkten zurückblicken. So verschlug es die Kapelle Anfang der 2000er-Jahre gleich zweimal für jeweils eine Konzerttournee nach Australien. Die Abordnung von rund 20 Musikanten brachte beide Male über etwa drei Wochen ein Stück Heimat in die Clubs von österreichischen, deutschen und schweizerischen Auswanderern.
Ein weiterer alljährlich stattfindender Höhepunkt ist der Auftritt auf dem Nova Rock, der seit 2014 fix auf dem Programm steht und jetzt auch als „Nickelsdorfer Böhmische“ weiter geht. Der erste Auftritt als solche musste in diesem Jahr aber leider aufgrund einer schweren Gewitterwarnung nach kurzer Zeit abgebrochen werden. Künftig will man aber wie gehabt Stimmung bei den Festivalgästen machen.
Nach der Verabschiedung von Kapellmeister Werner „Wendi“ Wendelin im vergangenen Jahr einigte man sich auf den mittlerweile bekannten neuen Namen. Als Obmann und Kapellmeister fungiert seither Peter Zindl, der schon seit der Gründung des ursprünglichen Nickelsdorfer Musikvereins Vereinsmitglied war.
Für die Zukunft der Nickelsdorfer Blasmusik denkt er an, dass man bei Interesse von Jüngeren durchaus auch wieder ein Jugendensemble formieren könnte.