Grenzmarke in Loipersbach feierlich eingeweiht

Grünes Band

An der Loipersbacher Friedensbrücke zu Ungarn wurde der siebente österreichische Grenzpunkt des Grünen Bandes Europa - neben Mörbisch und Schattendorf damit der dritte im Burgenland - mit einem Gottesdienst feierlich eingeweiht. Die Grenzmarke steht für die Verpflichtung, diesen Naturraum zu schützen und gleichzeitig die Bedeutung dieses historischen Ortes zu würdigen.

Pfarrer Gottfried Dormann, Obmann des Naturschutzbundes Burgenland Alois Lang, Botschafter und Experte des Grünen Bandes Johann Lotter von der Agentur für ländliche Entwicklung, Johann Tschürtz, Bürgermeister Rainer Schneeberger und Pfarrer Jakob Kruse bei der feierlichen Einweihung der Grenzmarke.

Pfarrer Gottfried Dormann, Obmann des Naturschutzbundes Burgenland Alois Lang, Botschafter und Experte des Grünen Bandes Johann Lotter von der Agentur für ländliche Entwicklung, Johann Tschürtz, Bürgermeister Rainer Schneeberger und Pfarrer Jakob Kruse bei der feierlichen Einweihung der Grenzmarke.

© zVg

Das Jahr 1989 war ein Wendepunkt in der Geschichte Europas. Es markierte das Ende des Kalten Krieges, symbolisiert durch den Fall des Eisernen Vorhangs. Dieser historische Umbruch legte den Grundstein für viele positive Entwicklungen, unter anderem die Entstehung des Grünen Bandes, eines einzigartigen Natur- und Kulturerbes, das sich entlang der ehemaligen Trennlinie über 12.500 Kilometer von der Barentssee im Norden bis zum Schwarzen Meer im Süden erstreckt und entwickelt hat.

Der ehemalige Todesstreifen entwickelte sich während der Jahrzehnte der Isolation zu einem wertvollen Rückzugsgebiet für Flora und Fauna. Das grüne Band verbindet 24 Staaten und umfasst verschiedene Schutzgebiete, Nationalparks und Naturreservate. Die Grenzmarke in Loipersbach ist schon die siebte, die am Grünen Band in Österreich errichtet wurde. Drei davon - in Mörbisch, Schattendorf und nun auch in Loipersbach - befinden sich im Burgenland. Ziel des Projekts, das vom Naturschutzbund als National Focal Point für die internationale Grüne-Band-Initiative umgesetzt wird, ist es, Gemeinden für den Schutz und Erhalt dieses einzigartigen Biotopverbunds zu gewinnen und ihre Rolle in diesem wichtigen Netzwerk zu stärken.

Bürgermeister Rainer Schneeberger sagte bei seiner Ansprache: „Loipersbach ist stolz, Teil dieses Gemeindenetzwerkes besonderen Natur-, Kultur- und Friedensraums zu sein, der Europa vom Eismeer bis zum Bosporus verbindet. Die neue Grenzmarke, die nun feierlich eingeweiht wird, soll das sichtbar machen.“ Er fährt fort: „Die Grenzmarke symbolisiert die Verbundenheit der Gemeinde Loipersbach mit dem Grünen Band, dem weltweit längsten zusammenhängenden Biotopverbund, der entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs erhalten blieb. Sie steht für unsere Verpflichtung, den Naturraum zu schützen und gleichzeitig die Bedeutung dieses historischen Ortes zu würdigen.“

Der in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Österreich – insbesondere mit Projektleiterin Christine Pühringer, Naturschutzbundobmann Alois Lang und dem Botschafter und Experten des Grünen Bandes Hans Lotter von der Agentur für ländliche Entwicklung - errichtete Grenzpunkt, informiert über das Grüne Band als Kulturraum und besonderes Naturrefugium. Auf der bei der Friedensbrücke aufgestellten Grenzmarke erhalten Interessierte auf Deutsch und Ungarisch ausführliche Informationen über die europäische Initiative, den historischen Hintergrund, das gemeinsame Naturerbe in der Region und die grenzüberschreitenden Naturschutzbemühungen.