Vereinter Auftritt mit Werbung fürs „grüne Kreuzerl“
Grünes Wahlkampf-Finale
Gleich mehrere Gäste aus der Bundespartei begrüßte die grüne Spitzenkandidatin Anja Haider-Wallner mit ihrem Team zum Wahlkampf-Abschluss in Eisenstadt: Auch Werner Kogler warb um Stimmen: „Dieses Mal geht's wirklich ans Eingemachte!“ Zum Bodenschutz als ureigene Aufgabe der Grünen komme die Kontrolle, das habe man in den vergangenen Wochen - entsprechend dem Motto „Lieber grün als grantig“ - auch mit einer gewissen Leichtigkeit transportiert.
Der Bundessprecher zum Finale. Mit Spitzenkandidatin Anja Haider-Wallner und Listenzweitem Wolfgang Spitzmüller war auch (Noch-)Vizekanzler Werner Kogler im Wahlkampf-Einsatz.
© Wolfgang Millendorfer
Dass der kurze Jänner-Wahlkampf auch ein kalter war, daran wurden die Grünen beim Abschluss-Event in der Eisenstädter Fußgängerzone erinnert. Trotzdem oder gerade deshalb sei man um jede Stimme gelaufen, und am Ende wurde ein passender Slogan daraus. So meinte Spitzenkandidatin Anja Haider-Wallner schmunzelnd: „Man muss nicht so grün in der Marün sein wie wir, um am Sonntag sein Kreuzerl bei grün zu machen.“
Das Motto eines „Schicksals-Wahltages“ nimmt auch der Bundesprecher und noch amtierende Vizekanzler Werner Kogler ernst, wie er sagte. Und als gebürtiger Steirer und „halber Südburgenländer“ meinte Kogler: „Es ist ja wirklich ein schönes Bundesland, aber es gibt immer was zu Verbessern, und ein paar Blödheiten müssen wir aufhalten.“ Dass ohne die Grünen ein „fossiler“ Drei-Parteien-Landtag drohe und eine blau-schwarze Koalition im Land - so Kogler - „wahrscheinlich, um nicht zu sagen fix“ sei, wurde mehrmals wiederholt.
„Ein paar tausend Stimmen“ würden letztlich darüber entscheiden, „ob der Natur- und Umweltschutz mit en Grünen eine laute Stimme hat“, erinnerte die Spitzenkandidatin an das Kernthema Bodenschutz, inklusive Verweis auf leere Ortskerne. Oder wie Kogler es umschreibt: „Eine komische Kankheit grassiert, dass es noch mehr Kreisverkehre und noch mehr Einkaufzentren gibt und mit Anlauf noch mehr Boden versiegelt wird.“
„Mindestens genauso“ sei die Kontrolle ein grünes Thema im Land: Anja Haider-Wallner sagte dazu, man wisse „ja gar nicht, wie schwer der Schuldenrucksack für jeden Burgenländer und jede Burgenländerin ist“. In Land wie Bund wird „die Retro-Politik“ als „Knieschuss“ eingeschätzt, stattdessen gehe es um einen sinnvollen Sparkurs; und im Burgenland wisse man auch, was man bislang an der EU gehabt habe.
Dass man „den Menschen das Klimaticket wegnimmt“, wurde min allem Nachdruck kritisiert. Zur Unterstützung aus Wien und aus anderen Bundesländern waren neben Kogler auch Generalsekretärin Olga Voglauer, Nationalrats-Klubobfrau Sigrid Maurer und noch mehr nach Eisenstadt gekommen. Trotz Kälte will man mit dem Rückenwind aus der Bundespartei jetzt noch zwei Tage weiterlaufen.