Frankenau-Unterpullendorf tritt „Natur im Garten“-Initiative bei
Grünraumpflege
Die Gemeinde Frankenau-Unterpullendorf setzt auf Nachhaltigkeit und wird „Natur im Garten“-Gemeinde.
“Natur im Garten” ist eine österreichische Initiative, die sich für die Ökologisierung von Gärten und Grünräumen einsetzt. Sowohl Privathaushalte als auch Gemeinden oder Schulen können Teil davon sein.
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Im Rahmen der vergangenen Gemeinderatssitzung stellte die Liste MiT den Antrag auf Beitritt der Gemeinde Frankenau-Unterpullendorf zu „Natur im Garten“ nach niederösterreichischem Vorbild.
Gemeinderat Philip Juranich (MiT) erklärte in Stellvertretung von Umweltgemeinderat Luka Zeichmann (MiT), dass es sich dabei um die Entscheidung eines naturnahen und nachhaltigen Weges der Grünraumpflege handelt. „Wenn wir als Gemeinde bei ‚Natur im Garten‘ beitreten, verzichten wir auf chemisch-synthetische Pestizide und chemisch-synthetischen Dünger sowie auf Torf und torfhaltige Produkte auf von der Gemeinde bewirtschafteten öffentlichen Grünflächen. Damit schützen wir wertvolle Flächen und verwenden nur mehr standorttypische Bepflanzungen“, so Juranich, der weiter erklärte, dass der Beitritt 1.500 Euro kostet, die Gemeinde aber als Gegenleistung eine Auszeichnung, 12 Stunden an Beratungsleistungen sowie eine Begehung erhalten würde. „Unsere Gemeindearbeiter sowie die Verschönerungsvereine erhalten einen Vortrag zur Umsetzung der ‚Natur im Garten‘-Prinzipien“, so Juranich.
Nach den Prinzipien kommen biologische Stärkungs- und Pflanzenschutzmittel, die Förderung von natürlichen Gegenspielern, organische Dünger und eine standortgerechte Pflanzenwahl zum Einsatz. Ziel sind somit die Förderung umweltfreundlicher Gartenpraktiken und Biodiversität sowie die Schaffung von gesunden Lebensräumen für Pflanzen und Tiere.
Vizebürgermeisterin Angelika Mileder (ÖVP) wies darauf hin, dass es in der Gemeinde bereits einen Beschluss gibt, der sich gegen die Verwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden ausspricht und dass der Verschönerungsverein Frankenau schon bereits seit mehr als 10 Jahren dementsprechend agiert.
Der Beitritt zu „Natur im Garten“ wurde vom Gemeinderat mit zwei Stimmenthaltungen seitens der ÖVP mehrheitlich beschlossen. Umweltgemeinderat Luka Zeichmann stellt sich als Schnittstelle zwischen der Gemeinde und der Initiative „Natur im Garten“ - die 1999 vom damaligen niederösterreichischen Umweltlandesrat Wolfgang Sobotka ins Leben gerufen wurde - zur Verfügung.