Burgenland: Markante Unterschiede bei den Kraftstoffen

Günstiger tanken

Die Spritpreise im Burgenland sind seit Beginn des Monats spürbar gesunken. Während Benzin moderat günstiger wurde, verzeichnete Diesel einen deutlichen Preisrückgang, wie eine aktuelle Analyse des VCÖ zeigt.

Feuerpause mit Hormuz-Öffnung lässt auf Entspannung beim Tanken hoffen

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Wie haben sich die Preise an den Tankstellen konkret entwickelt? Seit Monatsanfang sank der Preis für einen Liter Eurosuper im Burgenland um zehn Cent, während Diesel sogar um 24 Cent günstiger wurde. Laut Daten der E-Control lag der Medianpreis für einen Liter Diesel am 29. April bei 1,949 Euro. Damit liegt das Burgenland bei Diesel exakt im österreichischen Durchschnitt und weist im bundesweiten Vergleich den drittniedrigsten Preis auf. Eurosuper kostete am selben Stichtag im Schnitt 1,744 Euro pro Liter.

"Der Spritpreis ist der eine Faktor, der auf die Spritkosten Einfluss hat. Einen mindestens gleich großen und nachhaltigeren Einfluss hat aber der Spritverbrauch", erklärt Michael Schwendinger vom VCÖ. Die BVZ weist darauf hin, dass eine Senkung des Verbrauchs von sieben auf sechs Liter Diesel eine ähnliche Ersparnis bringt, als würde der Literpreis um 28 Cent sinken.

Angesichts drohender Lieferengpässe bei Diesel und Kerosin, vor denen die Internationale Energieagentur bereits Mitte April warnte, sieht die BVZ dringenden Handlungsbedarf. Neben Tipps für eine spritsparende Fahrweise – wie vorausschauendes Fahren, richtiger Reifendruck und das Vermeiden von Dachboxen – wird auch die Politik in die Pflicht genommen. Kritisiert wird etwa das Fehlen von Bewusstseinskampagnen, temporär niedrigeren Tempolimits oder stärkeren Anreizen für Unternehmen, ihre Belegschaft bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu unterstützen.

Ein positiver Impuls ist laut Michael Schwendinger die aktuelle Klimaticket-Aktion im Mai und Juni. Er betont: "Je früher wir mit dem Sparen beginnen, umso besser für die Versorgungssicherheit und für die Geldbörse". Eine geringere Erdölabhängigkeit des Verkehrs gilt als Gebot der Stunde, um künftig unabhängiger von extremen Preissprüngen am Rohölmarkt zu sein.