Burgenlands Jugend radelte gegen Kinderarmut
Güssing
Die Volkshilfe Österreich setzte mit der „Tour de Chance“ von Stegersbach nach Güssing ein starkes Zeichen gegen die Armut von Kindern. Die Benefiz-Radfahrt im Burgenland verzeichnete mit weit über 1.700 Unterstützenden eine neue Rekordbeteiligung.
Die Benefiz-Radfahrt im Burgenland verzeichnete mit weit über 1.700 Unterstützenden eine neue Rekordbeteiligung.
© Foto: zVg
Am Dienstag, dem 16. Juni 2026, radelte die Volkshilfe Österreich im Rahmen der Initiative „Tour de Chance“ von Stegersbach nach Güssing, um auf das Thema Kinderarmut aufmerksam zu machen und gesellschaftliche Solidarität einzufordern. Insgesamt nahmen rund 130 Personen aktiv an der Radfahrt teil. Ein wesentlicher Teil der Aktiven stammte aus den regionalen Bildungseinrichtungen: Etwa 50 Schüler und Lehrkräfte der Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Stegersbach, 30 Jugendliche der Mittelschule Stegersbach sowie 33 Schüler der Mittelschule St. Michael beteiligten sich an der Aktion. Die Fahrtstrecke startete beim Campus in Stegersbach und führte über die Mittelschule Stegersbach, die Mittel- und Volksschule St. Michael im Burgenland sowie die Volksschule und Allgemeine Sonderschule Güssing bis zum finalen Ziel beim Sonnenmarkt in Güssing.
Bei der gemeinsamen Schlussveranstaltung in Güssing informierte der Direktor der Volkshilfe Österreich, Erich Fenninger, über die aktuelle soziale Lage: „Mehr als jedes fünfte Kind in Österreich ist von Armut oder Ausgrenzung betroffen. Das sind über 395.000 Kinder und Jugendliche, die unter schwierigen Bedingungen aufwachsen. Mit der Tour de Chance wollten wir zeigen, dass wir gemeinsam eine starke Stimme gegen Kinderarmut sind. Kindergrundsicherung, der Ausbau kindgerechter Infrastruktur und gezielte Unterstützung sind der Schlüssel zu gleichen Chancen für alle Kinder.“ Zudem verwies er auf die täglichen Probleme von Alleinerziehern und Familien, die im Alltag mit erheblichem Mangel kämpfen.
Auch der Präsident der Volkshilfe Burgenland, Thomas König, unterstrich die Notwendigkeit dieses Engagements direkt vor Ort: „Die Tour de Chance ist ein wichtiger Schritt, um das Bewusstsein für Kinderarmut zu schärfen. Kinderarmut bedeutet oft, in kalten Wohnungen zu leben, nicht genug zu essen zu haben oder notwendige medizinische Behandlungen nicht erhalten zu können. Wir möchten alle Menschen dazu aufrufen, sich zu engagieren und zu helfen, diese Ungerechtigkeit zu beenden. Jeder von uns kann einen Beitrag leisten.“
Durch die hohe Teilnehmerzahl wurde die Veranstaltung zu einem sichtbaren Erfolg für die Organisatoren. Die Initiatoren hoffen nun auf nachhaltige Impulse im Kampf gegen die soziale Ausgrenzung der betroffenen Jugendlichen.