Prominentes Trio präsentierte das Esterhazy-Programm
Gulda, Rachlin und Radutu
Der neue Esterhazy-Generalintendant Rico Gulda, Herbstgold-Intendant Julian Rachlin und Maria Radutu als künstlerische Leiterin des Festivals Keys to Heaven im Haus der Musik in Wien: Zusammen mit den Stiftungsvorständen Matthias Grün und Michael Gröschl wurde das dichte Kulturprogramm präsentiert, inklusive Vorschau auf ein Großereignis im kommenden Jahr.
Programm-Präsentation in Wien (v.l.): Herbstold-Intendant Julian Rachlin, Maria Radutu, künstlerische Leiterin von "Keys to Heaven" und Generalintendant Rico Gulda.
© Esterhazy Betriebe AG, Tischler, Andreas Tischler
Seit Anfang März zeichnet Pianist und Kulturmanager Rico Gulda als Generalintendant für das Kulturprogramm bei Esterhazy verantwortlich: Seine Pläne und die Festival-Highlights präsentierte Gulda nun mit Julian Rachlin und Maria Radutu im Wiener Haus der Musik.
Neben dem Herbstgold-Festival und dem dreitägigen Piano-Event Keys to Heaven bringt die Reihe „classic.Esterhazy“ das ganze Jahr über hochkarätige Konzerte im Eisenstädter Schloss, aktuell geht der Programmschwerpunkt „quartetto plus“ zu Ende, am 11. Mai folgt das Mutttertagskonzert.
Guldas Wirkungsbereich umfasst die gesamten Kulturaktivitäten der Esterhazy Privatstiftung, seine Aufgaben umriss er bei der Pressekonferenz: „Ich überblicke als Generalintendant das gesamte künstlerische Programm im Jahresgeschehen und stelle sicher, dass alle Programmpunkte sich in einer feinen Balance zueinander finden.“
© Esterhazy Betriebe AG, Tischler, Andreas Tischler
Was die Besuche im Vorjahr angeht, kann man sich bei Esterhazy zufrieden zeigen: Rund 600.000 Menschen kamen an die Standorte - Schloss Esterházy, Steinbruch St. Margarethen, Burg Forchtenstein und Schloss Lackenbach; 100.000 Gäste waren es bei „Aida“ im Steinbruch, 5.000 beim Herbstgold-Festival. Man habe seit Gründung der Esterhazy Stiftungen im Jahr 1994 mehr als 250 Millionen Euro in den Kulturtourismus und die Region investiert, sagte Gulda.
Herbstgold „in Ekstase“
Ein Höhepunkt in der zweiten Jahreshälfte soll wieder das Herbstgold-Festival werden, so viel kann jetzt schon gesagt werden. Auf das Motto „Ekstase“ setzt von 10. bis 21. September Intendant Julian Rachlin: „Ich stehe zu diesem Begriff, gerade auch wenn man heute bisweilen das Gefühl hat, dass Emotion in der Musik nicht angebracht ist.“
Das Chamber Orchestra of Europe ist als Residenzorchester auch heuer mit von der Partie und wirft sich in die Ekstase, unter anderem zur Eröffnung mit Piano-Doyen András Schiff und an der Seite von Stargeigerin Janine Jansen. Unter anderem hat der ebenfalls als Violinist erfolgreiche Intendant eine gemeinsame Matinee mit Schiff und sich selbst angesetzt: „Damit wird für mich ein Kindheitstraum wahr.“ Auch Schauspiel-Weltstar John Malkovich ist unter anderem im Festival-Programm dabei.

© Wolfgang Millendorfer
Maria Radutu, deren Pianofestival Keys to Heaven heuer zum zweiten Mal stattfindet (23. bis 25. Mai), erklärte: „Ich schaue immer, dass das Publikum sich wohlfühlt.“ Man setzte deshalb weiterhin darauf, die Menschen mit dem Motto „Kompromisslos : Miteinander“ abzuholen und mit Stars wie der Soulsängerin Lylit, The Erlkings oder der Intendantin selbst zu locken.
Euopakonzert als erstes Highlight 2026
Für das nächste Jahr kündigte Rico Gulda bereits ein Event an, das für weltweite Aufmerksamkeit sorgen soll und auch wird: Die Berliner Philharmoniker halten ihr traditionelles Europakonzert am 1. Mai 2026 im Haydnsaal auf Schloss Esterházy ab.
Seit 1991 feiern die Berliner dieses Format an bedeutenden Kulturorten. Unter ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko und mit Cellostar Gautier Capuçon hat man unter anderem Beethovens Zweite, Strawinskis „Pulcinella-Suite“ oder Tschaikowskys „Variationen über ein Rokoko-Thema“ angesetzt.
Das Format versetzte Generalintendant Gulda bereits jetzt verbal in „Ekstase“: „Das ist eine Sensation, ein global ausstrahlendes Konzertprojekt der Extraklasse, das symbolhaft für meine Vision steht, das Schloss Esterházy noch stärker international als Ort für Musik zu positionieren als bisher.“